Eishockey

Lakers an die Wand gespielt

Ajoie hat im NLB-Playoff-Final zum 1:1 ausgeglichen. Zuhause dominierten die Jurassier die Rapperswil-Jona Lakers klar und siegten 4:1.

Lakers-Stürmer Steve Mason hat gegen Ajoies Stefan Mäder einen schweren Stand.

Lakers-Stürmer Steve Mason hat gegen Ajoies Stefan Mäder einen schweren Stand. Bild: Keystone

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Nach acht Siegen in Folge mussten die Rosenstädter gestern wieder einmal als Verlierer vom Eis. Verdientermassen, muss man sagen. Ajoie zeigte eine starke Reaktion auf die am Sonntag kassierte 2:6-Auftaktniederlage, war den St. Gallern, bei denen an diesem Abend wenig bis nichts zusammenpasste, vor heimischer Kulisse von A bis Z überlegen.

Der Sieg der Jurassier hätte noch viel deutlicher ausfallen können. Doch Melvin Nyffeler im Lakers-Tor lieferte einmal mehr eine vorzügliche Vorstellung ab. Der 21-jährige Keeper machte vor allem in den ersten 40 Minute eine Vielzahl hochkarätiger Chancen der Ajoulots zunichte.

Doppelschlag bringt Entscheidung

Darum – und weil Verteidiger Rajan Sataric nach einem von Roman Schlagenhauf vorgetragenen Konter erfolgreich nachsetzte – hiess es zur zweiten Pause statt 3:0 oder 4:0 lediglich 2:1 für die Heimmannschaft, für die bis zu diesem Zeitpunkt einzig Stanislav Horansky (14.) und Jonathan Hazen (31./in Überzahl) Nyffeler zu bezwingen vermochten.

Entgegen dem Spielverlauf lebte die Hoffnung der Rosenstädter also mit Beginn des Schlussabschnitts noch. Dies änderte sich jedoch bald. In der 47. Minute erhöhte Ajoies Topskorer Philip-Michael Devos auf 3:1, 70 Sekunden später doppelte Victor Barbero nach einem schönen Zuspiel von Hazen, der bei jedem Treffer der Jurassier den Stock im Spiel hatte (1 Tor/3 Assists), mit einem präzisen Hocheckschuss nach. Spätestens da war der Sieg im Trockenen.

Ein Spiel zum Vergessen

Die verbleibenden zehn Minuten waren dann vor allem geprägt von gegenseitigen Provokationen. Dies so zu sagen als Einstimmung auf Spiel 3 dieser Best-of-7-Finalserie, das am Donnerstag (19.45 Uhr) in der Diners Club Arena ausgetragen wird.

Die Lakers werden bis dahin über die Bücher müssen. Ihre in Pruntrut abgelieferte Leistung war eine «zum Vergessen», wie Rajan Sataric hinterher offen eingestand. «Wir legten nicht die nötige Entschlossenheit an den Tag, fanden nie ins Spiel, wurden während 60 Minuten dominiert», redete der einzige Torschütze der St. Galler Tacheles.

Die Lakers bekundeten schon grösste Mühe, die Mittelzone zu überwinden. Im gegnerischen Drittel festzusetzen, gelang ihnen kaum je. «Wir müssen viel einfacher spielen, die Scheibe ins Drittel reinschiessen und versuchen, mit Speed nachzusetzen», beschrieb Sataric mögliche Lösungsansätze.

Im Powerplay desolat

Am meisten steigern müssen sich die Rosenstädter im Powerplay. Selbst als sie zweimal mit zwei Mann mehr agieren konnten (für 80 und 61 Sekunden), brachten sie kaum einmal einen Puck aufs Tor. Schlimmer noch: Sie mussten gar froh sein, respektive sich bei Nyffeler bedanken, durch Hazen bei zwei Kontern nicht den Shorthander kassiert zu haben. Auch dazu fand Sataric klare Worte: «Dass bei 5 gegen 3 zweimal ein Gegenspieler alleine auf unser Tor ziehen kann, darf nie und nimmer passieren.» Dies müsse sicher analysiert werden. Grundsätzlich gelte es aber, dieses Spiel schnellstmöglich abzuhaken und dann am Donnerstag eine starke Reaktion zu zeigen – so wie es Ajoie in Spiel 2 tat. (zsz.ch)

Erstellt: 22.03.2016, 23:18 Uhr

Telegramm

NLB, Playoff-Final (best of 7), Spiel 2 (Stand: 1:1):

Ajoie – SCRJ Lakers 4:1 (1:0, 1:1, 2:0)
Voyeboeuf. 3209 Zuschauer. SR Clément/Mandioni, Gnemmi, Pitton. – Tore: 14. Horansky (Büsser, Hazen) 1:0. 31. Hazen (Horansky, Victor Barbero / Ausschluss Grieder) 2:0. 38. Sataric (Schlagenhauf, Schmutz) 2:1. 47. (46:48) Devos (Hazen, Victor Barbero) 3:1. 48. (47:58) Victor Barbero (Hazen, Devos) 4:1. – Strafen: Je 7x2. – Ajoie: Descloux; Rouiller, Hauert; Casserini, Simon Barbero; Ryser, Büsser; Pouilly, Orlando; Hazen, Devos, Victor Barbero; Ramón Diem, Kummer, Horansky; Mosimann, Mäder, Tuffet; Staiger, Frossard, Lüthi. – Rapperswil-Jona Lakers: Melvin Nyffeler: Blatter, Geyer; Profico, Lüthi; Zangger, Grossniklaus; Grieder, Sataric; Hügli, Clark, Rizzello; McGregor, Mason, Schommer; Kuonen, Schlagenhauf, Schmutz; Thöny, Vogel, Schaub. – Bemerkungen: Ajoie ohne Barras, Leonelli, Paupe (alle verletzt) und Dupertuis (überzählig); Rapperswil-Jona Lakers ohne Aulin, Frei, Högger, Hüsler (alle verletzt), Auriemma, Bader, Brandi, Grigioni und Tkachenko (alle überzählig). 58. Tor von Thöny nicht gegeben wegen zu vielen Spielern auf dem Eis. Schüsse: 31:27 (11:7, 6:7, 14:14).

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