Eishockey

Kein zweites Mal gestrauchelt

Wie vor Jahresfrist zog Rapperswil-Jona im Cup dank eines Auswärtssieges bei Ligakonkurrent Winterthur in den Achtelfinal ein. Mit dem 2:0-Erfolg – die Tore fielen im Schlussabschnitt innert 14 Sekunden – glückte ihnen auch die Revanche für die Niederlage am Samstag in der Meisterschaft.

Die Lakers (rechts Thomas Büsser) taten sich gegen Winterthur auch gestern Abend schwer, liessen sich aber kein zweites Mal ein Bein stellen.

Die Lakers (rechts Thomas Büsser) taten sich gegen Winterthur auch gestern Abend schwer, liessen sich aber kein zweites Mal ein Bein stellen. Bild: Marc Dahinden

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SCRJ-Trainer Jeff Tomlinson liess im Cup mit einer Ausnahme (anstelle des kranken Sven Berger kam Thomas Büsser in der Verteidigung zum Einsatz) jene 21 Spieler auflaufen, welche schon in den ersten zwei Meisterschaftsrunden auf dem Eis gestanden hatten – also auch bei der blamablen 2:4-Heimniederlage am Samstag gegen Winterthur. Er bot ihnen also die Chance, sich gleich selber zu rehabilitieren.

Und sie nutzten diese. Die Tore fielen zwar spät, der Wille, die Scharte sogleich auszuwetzen, war jedoch von Beginn an klar zu erkennen. Die Rosenstädter agierten körperbetont, setzten den Gegner früh unter Druck. Allerdings machten die Eulachstädter ihre Sache wiederum gut, verteidigten vor allem vor dem eigenen Tor konsequent – und trauten sich auch in der Offensive einiges zu. Kein Wunder, immerhin grüssen sie in der Swiss League von der Tabellenspitze und haben entsprechend Selbstvertrauen.

In Überzahl weiter harmlos

Obwohl die St. Galler verbessert auftraten, blieben Torchancen über weite Strecken Mangelware. Im ersten Drittel boten sich zwei gute Gelegenheiten. In der 3. Minute kam Dion Knelsen im Powerplay im Slot zum Abschluss, etwas später Jan Mosimann aus ähnlicher Position. Beide Male war Winterthurs Keeper Remo Oehninger aber zur Stelle. Auf der Gegenseite wäre Melvin Nyffeler bei einem Distanzschuss von Marvin Leu geschlagen gewesen. Der Puck prallte jedoch ans Lattenkreuz (8.).

Im zweiten Spielabschnitt hätten die Lakers vor allem in Überzahl die Möglichkeit gehabt, das Winterthurer Bollwerk zu knacken – während 38 Sekunden sogar in doppelter. Ihr Powerplay blieb jedoch – wie schon zuvor meist in der laufenden Saison – harmlos. Zum allem Übel kassierte Fabian Brem sogar eine Strafe vor dem gegnerischen Kasten. Immerhin das Unterzahlspiel des SCRJ funktionierte jedoch an diesem Abend.

Die beste St. Galler Chance zur Führung kam bei 5-gegen-5. Sven Lindemann glaubte gar, die Scheibe sei drin gewesen, nachdem sein Sturmpartner Corsin Casutt abgezogen hatte (25.). Nach Videokonsultation entschieden die Schiedsrichter jedoch anders.

Knelsen bricht den Bann

Ob des torlosen Spielstandes kam bei den Rosenstädtern zusehends Nervosität auf. Umso wichtiger und erlösender war das 1:0 (47.), das Knelsen im Nachsetzen gelang, als zum fünften Mal ein Eulachstädter auf der Strafbank sass. Das Powerplay führte also doch noch zum Erfolg – nach einer Schelte des Trainers. «Er sagte uns in der Pause, wir sollen endlich mehr Druck aufs Tor machen und schiessen, statt den Puck endlos hin und her zu schieben», klärte Steve Mason hinterher auf.

Derselbe Stürmer hatte 14 Sekunden nach dem 1:0 nachgedoppelt und damit die Entscheidung herbeigeführt. «Wir haben diesmal mit viel mehr Energie gespielt», nannte Mason den Schlüssel zum Erfolg. Dass der Sieg dennoch sehr knapp ausgefallen sei, habe neben der fehlenden Effizienz im Powerplay sicher auch an Winterthur gelegen, befand der kanadisch-holländische Doppelbürger mit Schweizer Lizenz. «Dieses Team macht einen super Job. Und dann wird es für jeden Gegner schwierig.» (zsz.ch)

Erstellt: 19.09.2017, 23:34 Uhr

Telegramm

Cup, 1/16-Final

Winterthur – SCRJ Lakers 0:2 (0:0, 0:0, 0:2)

Zielbau-Arena. 1150 Zuschauer. SR Oggier/Wehrli, Fuchs/Ströbel.
Tore: 47. (46:26) Knelsen (Ausschluss Zahner) 0:1. 47. (46:40) Mason (Hügli, Nyffeler) 0:2.
Strafen: 7x2 gegen Winterthur, 8x2 gegen die Rapperswil-Jona Lakers.
Winterthur: Oehninger; Molina, Kobach; Blatter, Roos; Egli, Leu; Weber; Ranov, Homberger, Wieser; Staiger, Keller, Kevin Bozon; Devaja, Wichser, Hartmann; Zwissler, Theodoridis, Zahner; Schärer.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Sataric, Maier; Iglesias, Profico; Gähler, Büsser; Geyer, Schmuckli; Hügli, Mason, Primeau; Brem, Lindemann, Casutt; Rizzello, Knelsen, Aulin; Mosimann, Vogel, Hüsler.
Bemerkungen: Winterthur ohne Zagrapan (angeschlagen), erstmals mit Serge Weber (B-Lizenz von Kloten); Lakers ohne Berger (krank). 8. Lattenschuss Leu. 25. Lattenschuss Casutt. 46:40 Timeout Winterthur. Winterthur von 57:30 bis 58:07 und von 58:58 bis zum Schluss ohne Torhüter.

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