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Genfer Geschenke im Hallenstadion

Die ZSC Lions kamen gegen ein schwaches Genf-Servette zu einem ungefährdeten 5:1-Sieg und wahrten ihre Chancen auf den 1. Platz in der Qualifikation. Vor 9242 Zuschauern reichte dem ZSC eine durchschnittliche Leistung.

ZSC-Topskorer Robert Nilsson wirbelt vor dem Genfer Tor, der fehlerhafte und später ausgewechselte Goalie Robert Mayer kann in dieser Szene klären.
ZSC-Topskorer Robert Nilsson wirbelt vor dem Genfer Tor, der fehlerhafte und später ausgewechselte Goalie Robert Mayer kann in dieser Szene klären.
Keystone

Die ZSC Lions gaben zuletzt wieder einmal Rätsel auf. Zunächst gewann das Team von Hans Wallson den Spitzenkampf gegen den EV Zug genau vor einer Woche mit 7:1. Um nur einen Tag später in Lausanne eine 2:6-Niederlage zu kassieren. Konstanz sieht anders aus. Gestern nun kam der ZSC gegen harmlose Genfer zu einem ungefährdeten 5:1-Sieg.Die lange Anreise im Bus schien den Westschweizern die Konzentration geraubt zu haben. Anders sind die individuellen Fehler im ersten Drittel nicht zu erklären. Zunächst sorgte Daniel Vukovic mit einem grandiosen Fehlpass in der eigenen Verteidigungszone dafür, dass Fabrice Herzog den ZSC bereits nach 82 Sekunden 1:0 in Führung bringen konnte. Es kam für Servette noch schlimmer. Torhüter Robert Mayer passte die Scheibe in der 12. Minute völlig ohne Bedrängnis auf den Stock von Patrick Thoresen, der Norweger konnte nur noch zum 2:0 einschiessen.

Leichtes Spiel

Wer den Schaden hat, muss für den Spott nicht sorgen. Für den Rest der Partie quittierte das Publikum jede Puckberührung von Mayer mit einem «Uuiiiii». Zudem konnten die Genfer in diesem für sie völlig missglückten Startdrittel zwei Strafen gegen die ZSC Lions nicht ausnützen, sie kamen im Powerplay kaum zu einer zwingenden Chance.

Man kann davon ausgehen, dass Servette-Trainer Chris McSorley nach dem schwachen Auftritt seines Teams im ersten Drittel in der Pause laute Worte fand. Tatsächlich gaben die Genfer in der 24. Minute ein Lebenszeichen: Topskorer Romain Loeffel konnte auf 1:2 verkürzen. Doch danach kam von den Gästen nichts mehr. Bedenklich war vor allem die Leistung bei den Überzahlphasen, Servette kam jeweils kaum zu einem Abschluss und musste jeweils gar froh sein, nicht einen Gegentreffer zu kassieren. Die ZSC Lions hatten so leichtes Spiel, Mike Künzle und Roman Wick erhöhten im zweiten Abschnitt auf 4:1.

Bei Servette stand im letzten Drittel Christophe Bays im Tor. Dieser musste sich erst in der 54. Minute nach einem Schuss von Phil Baltisberger erstmals geschlagen geben. Das war es dann schon von einem harmlosen Eishockeyabend in Oerlikon. Die ZSC Lions boten eine solide Leistung und das reichte problemlos zum Sieg.

Auf gutem Weg

Es bleibt dabei: Mit Niklas Schlegel im Tor gewinnen die Stadtzürcher. Roman Wick zeigte eine gesteigerte Leistung und wurde am Ende zum besten Zürcher Spieler ausgezeichnet. Das Team wirkte ausgeglichen und war im Abschluss effizient. Als Makel sind die vielen unnötigen Strafen aufzulisten. Doch gegen dieses schwache Servette hatte dies keine Konsequenzen. «Wir haben heute nur eine durchschnittliche Leistung gezeigt, aber es hat dennoch gereicht», meinte ZSC-Torschütze Patrick Thoresen. Dennoch glaubt der Norweger, dass sich die Mannschaft auf positivem Weg den Playoffs nähert. Sturmkollege Chris Baltisberger freute sich über die vielen Abschlussmöglichkeiten. «Zudem haben wir diesmal defensiv gut gearbeitet», meinte Baltisberger weiter.

Dank den drei Punkten wahrten die ZSC Lions ihre Möglichkeiten auf den Qualifikationssieg. Am Samstag gastiert der «Z» in der Leventina bei Ambri-Piotta. Genf- Servette dagegen hat seine Playoff-Qualifikation noch keineswegs gesichert, der schwache Auftritt gestern sollte dem Team gar zu denken geben. Der Vorsprung auf den Strich und den EHC Kloten beträgt noch fünf Punkte. Nach Verlustpunkten gerechnet sind es gar nur noch zwei. Es bahnt sich in Sachen Playoff-Qualifikation eine spannende letzte Phase der Meisterschaft an.

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