Eishockey

GCK Lions im Derby erneut abgeschossen

Die Rapperswil-Jona Lakers entschieden auch das zweite Saisonduell gegen die GCK Lions klar für sich. Es war der elfte Sieg in Serie der Rosenstädter gegen die Zürcher. Mann des Spiels war Corsin Casutt mit sechs Skorerpunkten.

Lakers-Stürmer Sven Lindemann trifft im Powerplay nach einer herrlichen Passstafette zum 3:0 – insgesamt musste sich GCK-Keeper Daniel Guntern sechsmal geschlagen geben.

Lakers-Stürmer Sven Lindemann trifft im Powerplay nach einer herrlichen Passstafette zum 3:0 – insgesamt musste sich GCK-Keeper Daniel Guntern sechsmal geschlagen geben. Bild: Tom Oswald Fotografie

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Die Nationalmannschaftspause ist den Lakers deutlich besser bekommen als den Junglöwen. Während sie den Schwung mitnehmen und ihren Vorsprung in der Tabelle auf das zweitplatzierte Olten (5:6 nach Penaltys gegen Visp) um zwei auf acht Zähler ausbauen konnten, war es für die GCK Lions die zweite 0:6-Pleite in Serie nach jener im Heimspiel gegen Ajoie am Dienstag.

Die Zürcher verblieben zwar auf dem letzten Playoff-Platz, haben allerdings zwei Partien mehr ausgetragen als die – mit nur einem Punkt Rückstand – direkt unter dem Strich klassierte EVZ Academy.

Von einer Krise wollte GCK-Sportchef Patrick Hager trotz der zweiten Kanterniederlage in Folge nichts wissen: «Wir haben unser System gut durchgezogen, blieben gegen sehr starke Lakers lange dran.» Der Knackpunkt sei das 0:2 kurz nach Spielmitte gewesen. «Es fiel ausgerechnet dann, als wir uns etwas mehr Spielanteile erkämpfen konnten.»

SCRJ zu Beginn zu wenig effizient

Auf das Resultat bezogen hatte Hager mit seiner Analyse natürlich recht. Allerdings war es mehr der mangelhaften Effizienz der St. Galler geschuldet, dass die Partie so lange offenblieb. Speziell im ersten Drittel hatten die Lakers das Geschehen nach Belieben dominiert. Es dauerte ganze 16 Minuten, ehe die Gäste einen zweiten Torschuss verzeichnen konnten. Auf der Gegenseite hatte das Heimteam zu diesem Zeitpunkt bereits ein halbes Dutzend Topchancen herauskombiniert. Verteidiger Rajan Sataric mit einem präzisen Schuss im Powerplay war jedoch der Einzige, der reüssierte.

Im Mittelabschnitt hielten die GCK Lions zunächst tatsächlich besser dagegen. Nachdem Corsin Casutt dann bei je vier Feldspielern auf dem Feld einen Konter nach herrlichem Pass von Jared Aulin mit einem ebenso sehenswerten Direktschuss zum 2:0 genutzt hatte, schalteten die Lakers wieder einen Gang hoch und erzwangen während der nächsten Strafe gegen die Zürcher durch eine schnelle Passstafette das 3:0; als Vollstrecker durfte sich Sven Lindemann feiern lassen.

Casutts 6-Punkte-Premiere

Im letzten Abschnitt drückten die Lakers das Gaspedal dann voll durch und spielten mit den jungen Gegenspielern phasenweise richtiggehend Katz und Maus. Drei weitere Treffer waren die Folge. Wie bei allen vorherigen hatte Casutt stets den Stock im Spiel. Sechs Skorerpunkte – eine Premiere für den 32-jährigen Stürmer mit über 800 Nationalliga-Partien in den Knochen. «Ein grosses Kompliment an meine Teamkollegen. Sie haben mir dies ermöglicht», zeigte sich Casutt ganz als Team­player. Ebenfalls bemerkenswert: Melvin Nyffeler feierte – inklusive Cup – bereits den siebten Shutout der Saison. (zsz.ch)

Erstellt: 17.11.2017, 23:38 Uhr

Telegramm

Swiss League

SCRJ Lakers – GCK Lions 6:0 (1:0, 2:0, 3:0)

SGKB-Arena. 2901 Zuschauer. SR Oggier, Duarte/Dittli.
Tore: 12. Sataric (Casutt, Lindemann/Ausschluss Puide) 1:0. 31. Casutt (Aulin, Geyer/Ausschlüsse Maier, Bachofner/weitere Strafe gegen GCK Lions angezeigt) 2:0. 38. Lindemann (Casutt, Aulin/Ausschluss Tim Berni) 3:0. 46. (45:12) Sataric (Aulin, Casutt) 4:0. 48. (47:17) Brem (Geyer, Casutt/Strafe gegen die GCK Lions angezeigt) 5:0. 51. Brem (Lindemann, Casutt) 6:0.
Strafen: 6×2 plus 2×5 Minuten plus Spieldauer (Hüsler, Berger) gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 6×2 plus 2×5 Minuten plus Spieldauer (Tim Berni, Hayes) gegen die GCK Lions.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Iglesias, Schmuckli; Geyer, Berger; Sataric, Maier; Profico, Gähler; Brem, Lindemann, Casutt; Rizzello, Knelsen, Aulin; Hügli, Mason, Mosimann; Primeau, Vogel, Hüsler.
GCK Lions: Guntern; Luchsinger, Tim Berni; Braun, Sidler; Andersson, Büsser; Meier, Peter; Bachofner, Pelletier, Miranda; Hayes, Ulmann, Hinterkircher; Fabian Berni, Suter, Lazarevs; Puide, Hardmeier, Lerch.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Büsser, Frei, Gurtner, Liechti, Schir und Zanzi (alle überzählig); GCK Lions ohne Geiger und Prassl (beide ZSC Lions).
Schüsse: 45:20 (18:3, 14:7, 13:10).

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