Rapperswil-Jona

Fahrt aufgenommen

Seit er neben Dion Knelsen und Corsin Casutt stürmt, blüht Michael Hügli richtiggehend auf. In fünf Partien hat der 21-Jährige, der seine zweite Saison bei den SCRJ Lakers bestreitet, zehn Skorerpunkte gesammelt.

Michael Hügli (rechts, Nummer 61) lief zuletzt «heiss» – in den letzten drei Partien gelangen ihm 4 Tore und 4 Assists.

Michael Hügli (rechts, Nummer 61) lief zuletzt «heiss» – in den letzten drei Partien gelangen ihm 4 Tore und 4 Assists. Bild: Tom Oswald Fotografie

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Die Sturmformation Hügli-Knelsen-Casutt entsprang aus der Not heraus. Zunächst fanden Knelsen und Casutt zusammen. Knelsen bildete eigentlich ein fixes Trio mit Jared Aulin und Captain Antonio Rizzello. Aufgrund der Verletzungsmisere wurde Letzterer aber irgendwann als Center der nominell dritten Angriffsreihe gebraucht, worauf Casutt dessen Platz an der Seite der beiden Kana­dier einnahm. Hügli, seinerseits fester Bestandteil der «jungen Wilden», bestehend aus ihm, Jan Vogel und Cédric Hüsler, stiess schliesslich hinzu, als Aulin kurzfristig krankheitsbedingt ausfiel.

Es war dies am 25. November, vor dem Heimspiel gegen die Ticino Rockets, das Rapperswil-Jona mit 5:2 für sich entscheiden konnte. Casutt verbuchte an jenem «Premierenabend» vier Punkte (1 Tor / 3 Assists), Knelsen (1/1) und Hügli (0/2) je zwei. Seither liess sich der neue Paradesturm der Lakers in vier Partien, drei davon wurden ebenfalls gewonnen, weitere neun Treffer und 13 Torvorlagen gutschreiben. Knelsen (total 21 Tore / 16 Assists) ist damit mittlerweile wieder klarer Topskorer des SCRJ, Casutt (9/14) die Nummer 3, Hügli (7/10) Fünfter – dazwischen liegen noch hinter Aulin (8/22) und Rizzello (9/13).

Konstanter geworden

«Es läuft uns super», sagt Hügli mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Die Erleichterung darüber, endlich wieder zu skoren und vor allem zu treffen – in den letzten drei Partien gelangen ihm vier Tore, davor in 21 nur deren drei –, ist dem 21-Jährigen deutlich an­zu­merken. Als Stürmer werde man letztlich halt an den Toren gemessen, «wobei ich finde, dass ich schon zuvor viele gute Spiele gezeigt habe», hält Hügli fest.

Dies sieht auch Headcoach Tomlinson so: «Letzte Saison hatte er einen super Start (5 Tore und 2 Assists in den ersten drei Spielen; Red.), danach kam aber nicht mehr viel – nicht nur bezüglich Punkten, sondern auch sonst. Nun bringt er Abend für Abend Leistung, arbeitet extrem hart auf dem Eis, setzt sich voll fürs Team ein, gewinnt viele Zweikämpfe. Wenn er dann auch noch skort – umso besser.»

Viele wertvolle Tipps

Gründe für Hüglis positive Entwicklung gibt es mehrere. Die meisten hängen mit der Erfahrung zusammen, die der Aargauer, der erst in seiner zweiten Saison bei den Lakers und als Profi steht (zuvor spielte er im Nachwuchsbereich des EV Zug und machte nebenbei eine KV-Lehre), stetig dazugewinnt. So weiss er immer besser, wie er sich auf und neben dem Eis verhalten muss, um abliefern sprich gutes Eishockey zeigen zu können. «Letzte Saison verlor ich rund sieben bis acht Kilo Gewicht, worunter mein Durchsetzungsvermögen litt. Das habe ich nun im Griff – dank geänderter Ernährung und vermehrtem Krafttraining auch während der Saison», nennt Hügli ein Beispiel. Zudem setze er sich nun ganz andere Ziele, habe einen anderen Fokus: «Ich habe gelernt, mich nicht aufs Toreschiessen zu versteifen. Man kann dem Team auf viele andere Arten helfen. Entscheidend ist, in jedem Einsatz Vollgas zu geben.»

Ein wichtiger Faktor in Zusammenhang mit Hüglis aktuellem Hoch sind natürlich seine zwei neuen Sturmpartner. Knelsen sei ein begnadeter Techniker, aber auch eiskalter Vollstrecker, Casutt sehr clever und routiniert. Von solchen Spielern könne man enorm viel profitieren – «generell, aber wenn sie mit dir in derselben Linie sind, natürlich noch viel mehr. Sie geben mir immer wieder sehr wertvolle Tipps», erklärt der Stürmer mit der Nummer 61.

Ziel National League A

Nun hofft Hügli, es gehe im gleichen Stil weiter – für ihn und die gesamte Mannschaft. Er hat ein klares Ziel im Kopf: die National League A. Dort will er hin, am liebsten mit den Lakers, bei denen er sich sehr wohl fühlt und noch bis (mindestens) Ende Saison unter Vertrag steht, ansonsten alleine. Dass Hügli das Potenzial für die höchste Liga hat, steht auch für Trainer Tomlinson ausser Frage: «Er bringt alles mit – die Spielintelligenz, die Schnelligkeit, die Power.» (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 06.12.2016, 09:00 Uhr

Heute gegen Olten

60 statt 40 Minuten

Mit dem Heimspiel gegen Olten (Dienstag, 19.45 Uhr, SGKB-Arena) beginnt für die Rapperswil-Jona Lakers die zweite Hälfte der 48 Runden umfassenden Qualifikation. Diese soll erfolgreicher verlaufen als die erste, die auf Position 3 abgeschlossen wurde. Der Schlüsselfaktor, um dies zu erreichen: «Die Konstanz», sagt Headcoach Jeff Tomlinson. Oft spiele sein Team über 40 Minuten gutes Eishockey, aber selten über 60. Das müsse sich verbessern. Am besten schon heute, denn mit Olten warte ein harter Brocken. Die Solothur­ner liegen in der Tabelle mit nur einem Punkt Rückstand direkt hinter den Lakers, haben allerdings ein Spiel weniger ausgetragen. Von den bisherigen zwei Direktbegegnungen ­gewann jedes Team jene vor Heimpublikum. Im Gegensatz zum SCRJ, der am Sonntag beim 6:4 über Thurgau zum dritten ­Erfolg in Serie kam, war Olten am Wochenende spielfrei. In ihrer letzten Partie, am vergangenen Dienstag, feierten die Solothur­ner einen 6:2-Heimsieg – über Thurgau. (su)

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