Eishockey

Endlich keine Westschweizer Liga mehr

Dank dem EHC Winterthur und Absteiger Rapperswil-Jona bekam die National League B mehr Gewicht in der Ostschweiz.

In der bevorstehenden NLB-Saison werden der EHC Winterthur und die SC Rapperswil-Jona Lakers aufeinandertreffen (hier Aufnahmen von einem Testspiel).

In der bevorstehenden NLB-Saison werden der EHC Winterthur und die SC Rapperswil-Jona Lakers aufeinandertreffen (hier Aufnahmen von einem Testspiel). Bild: André Springer

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Die zweithöchste Schweizer Profiliga, die in den vergangenen Jahren immer wieder fürchten musste, einen weiteren Klub aus finanziellen Gründen zu verlieren, hat endlich wieder einmal zugenommen und darf sich sogar über eine gerade Anzahl Mannschaften freuen. Der Übername «Pleiteliga» ist zumindest im Frühherbst in Vergessenheit geraten.

Doch die zehn Klubs sind mit ganz verschiedenen Interessen unterwegs. Die GCK Lions dürfen als Farmteam der ZSC Lions gar nicht aufsteigen. Winterthur, Partnerteam der Kloten Flyers, sieht sich zumindest in seiner Startsaison als Ausbildungsklub – hat aber seine eigenen Ziele und Absichten. Und beginnt schon einmal mit einer Ausnahme, nämlich ohne Ausländer. Die Winterthurer hoffen, mit einem jungen, aber für die NLB qualitativ sehr guten Kader bestehen zu können. Absteigen muss ja niemand. Thurgau jubiliert, wenn es ein weiteres Mal die Playoffs erreicht. Ajoie tritt in etwa ähnlichen Sphären auf.

Starke Westschweizer

Im Kampf um einen Spitzenplatz kann sich wohl nur Absteiger Rapperswil-Jona der Übermacht aus dem Westen stellen. Neben den St. Gallern reichten Visp, Martigny, La Chaux-de-Fonds, Olten und Langenthal ein Gesuch um den Aufstieg in die NLA ein. Geprüft sind die Papiere noch nicht. Es würde erstaunen, erhielten alle – im Falle eines sportlichen Erfolgs – grünes Licht. Von den Infrastrukturen her genügen eigentlich nur die Lakers den Ansprüchen, Olten oder Visp mit Einschränkungen. Langenthals Stadion ist nicht NLA-tauglich.

Drei Schweizer Trainer

Die zwei Ausländer, die pro Team eingesetzt werden dürfen, sind meistens auch in der Skorerliste führend. Eine ausländische Dominanz herrscht ebenfalls an der Bande vor: Christian Weber (Thurgau), Markus Studer (Winterthur) und Alex Reinhard (La Chaux-de-Fonds) sind die drei einzigen Schweizer Trainer. Einen gewissen Schweizer Touch spürt man aber auch in Olten, wo Heikki Leime von Dino Stecher unterstütz wird – und wo mit Köbi Kölliker ein ehemaliger Nationalcoach als Sportchef amtet.

Olten und Langenthal gehören – zumindest vor Saisonstart – zu den Favoriten. Olten holte mit Ex-Lakers-Captain Stefan Hürlimann und Verteidiger Reto Kobach zwei bestandene NLA-Spieler als Verstärkung. Die Langenthaler verpflichteten Philippe Seydoux und Claudio Cadonau, um die Defensive noch mehr zu stabilisieren. (Der Landbote)

Erstellt: 10.09.2015, 09:31 Uhr

Teams und Modus

NLB-Vorschau

Die Teams
HC Ajoie (7. der Qualifikation 2014/15), HC La Chaux-de-Fonds (3.), GCK Lions (9.),
SC Langenthal (6.), EHC Olten (5.), Red Ice Hockey Club Martigny (2.), SC Rapperswil-Jona Lakers (Absteiger), Hockey Thurgau (8.), EHC Visp (4.), EHC Winterthur (Aufsteiger).

Der Modus
Die zehn Mannschaften bestreiten 45 Qualifikationsspiele (eine Doppelrunde plus eine Einzelrunde). Die acht bestklassierten Teams erreichen die Playoffs, welche im Modus «best of 7» ausgetragen werden, für die weiteren zwei Klubs ist die Saison beendet (kein sportlicher Absteiger). Der NLB-Meister darf in der Ligaqualifikation gegen den Verlierer des NLA-Playout-Finals um den Aufstieg spielen.

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