Eishockey

Ein Duell auf Augenhöhe

Mit Rapperswil-Jona (4. der Qualifikation) und Olten (5.) treffen bereits in den Viertelfinals der NLB-Playoffs zwei der meistgenannten Titelanwärter aufeinander. Für die Lakers spricht das Heimrecht sowie die Bilanz in den bisherigen Direktduellen, für die Solothurner die Formkurve.

In den Playoff-Viertelfinals werden Rapperswil-Jona und Olten – wie hier SCRJ-Stürmer Cédric Hüsler (rechts) gegen Simon Schnyder – um jeden Zentimeter Eis kämpfen.

In den Playoff-Viertelfinals werden Rapperswil-Jona und Olten – wie hier SCRJ-Stürmer Cédric Hüsler (rechts) gegen Simon Schnyder – um jeden Zentimeter Eis kämpfen. Bild: Tom Oswald

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Die Rapperswil-Jona Lakers und der EHC Olten beendeten die Qualifikation nach 48 Runden punktgleich mit 91 Zählern. Aufgrund des Torverhältnisses hätten die Solothurner die Nase vorne gehabt. Relevant für die Platzierung ist jedoch die Bilanz der Direktbegegnungen – und diese sieht die Rosenstädter mit 3:1 Siegen voraus. Daher können die Lakers am Freitag mit einem Heimspiel in die Viertelfinalserie starten.Das Heimrecht könnte ein wichtiger Faktor sein, wie Jeff Tomlinson glaubt. «Ich erwarte eine sehr enge Serie. Da können die Fans durchaus das Zünglein an der Waage sein», begründet der SCRJ-Trainer.

Vom positiven Abschneiden gegen Olten bisher lässt sich bei den Lakers niemand blenden – nicht zuletzt, weil alle Duelle stattfanden, bevor Bengt-Ake Gustafsson Ende Januar Maurizio Mansi als Headcoach ablöste.

Nicht mehr dasselbe Olten

Mit dem Trainerwechsel ging offensichtlich nochmals ein Ruck durch die Oltner Mannschaft. Sie gewann seither fünf von sieben Partien und schloss deshalb in der Tabelle zu den Lakers, deren Formkurve gegen Ende der Qualifikation deutlich abfiel, auf.

Das «Geheimnis» des Oltner Aufschwungs liege vor allem im weniger engen taktischen Korsett, erklärt SCRJ-Assistenztrainer Robin Farkas, der sich seit Montag intensiv dem Videostudium widmet. «Die Spieler dürfen auf dem Eis wieder vermehrt eigene Entscheidungen treffen. Das hat sie wohl mental befreit, aber auch dazu geführt, dass die Mannschaft unberechenbarer wurde», ergänzt der Kanadier.

Schon zuvor bekannte Stärken der Oltner Mannschaft sind das schnelle Umschalten von Defensive auf Offensive sowie das gute Überzahl- und vor allem Unterzahlspiel. Bei Letzterem stechen die «Powermäuse» die Lakers aus, ebenso bezüglich Effizienz im Abschluss. In den meistenanderen Statistiken liegen die beiden Kontrahenten dagegen praktisch gleichauf (siehe Kasten links unten). Auch deshalb ist ein Duell auf Augenhöhe zu erwarten.

Drei zusätzliche Spieler

Um noch besser für die entscheidende Phase der Saison gerüstet zu sein, haben die Lakers drei zusätzliche Spieler verpflichtet – alle vom EHC Winterthur, der den Playoff-Einzug verpasste. Zum einen ist dies Thomas Büsser, der ohnehin auf kommende Saison hin zu den Lakers zurückkehrt. Der 25-jährige Verteidiger aus Jona dürfte allerdings frühestens ab dem dritten Spiel zur Verfügung stehen, da er vor gut einer Woche von einem Schuss im Gesicht getroffen wurde und operiert werden musste.

Ab sofort einsetzbar sind dagegen die beiden Stürmer: der 21-jährige Atanasio Molina, ein ehemaliger GCK-Junior, und der 26-jährige Alex Hutchings. Letzterer ist Kanadier. Er wurde als dritter Ausländer verpflichtet, um im Fall einer Verletzung einer seiner beiden Landsleute Jared Aulin und Dion Knelsen einspringen zu können.

Auch Olten war auf die Playoffs hin noch auf dem Transfermarkt aktiv. Von den GCK Lions stösst Verteidiger Marc Geiger bis zum Saisonende zu den Solothurnern. Der 30-Jährige ist am Obersee kein Unbekannter. Für die Lakers bestritt er zwischen 2011 und 2014 135 NLA-Partien. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 15.02.2017, 13:48 Uhr

Der Captain bleibt den Lakers treu

Antonio Rizzella hat seinen Vertrag beim SC Rapperswil-Jona Lakers um zwei Jahre verlängert, wie die Lakers am Mittwoch mitteilten. Er bleibt damit bis zur Saison 2018/2019 beim Club.

Antonio Rizzello hat mit Ausnahme je einer Saison beim SC Langnau und bei Fribourg Gottéron seine ganze Eishockeykarriere in Rapperswil-Jona verbracht. In dieser Zeit erreichte der 32-Jährige einen Durchschnitt von beinahe einem Scorerpunkte pro Spiel (105 Spiele, 102 Punkte).

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