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EHC Kloten sieht Licht am Ende des Tunnels

Nach dem 4:0 von Kloten bei den SCRJ Lakers steht es in der Ligaqualifikation wieder unentschieden. Der Sieg des Oberklassigen ist verdient.

Die Hoffnung ist zurück: Die Zürcher Unterländer setzen sich am Obersee klar durch. (19. April 2018)
Die Hoffnung ist zurück: Die Zürcher Unterländer setzen sich am Obersee klar durch. (19. April 2018)
Gian Ehrenzeller, Keystone
Roman Schlagenhauf (Nummer 8) bringt die frischeren Klotener gegen die Lakers schon nach 83 Sekunden in Führung.
Roman Schlagenhauf (Nummer 8) bringt die frischeren Klotener gegen die Lakers schon nach 83 Sekunden in Führung.
Gian Ehrenzeller, Keystone
Rappi-Jonas Cheftrainer Jeff Tomlinson muss auf zwei wichtige Verteidiger verzichten. Das hat die Defensive nicht gut verkraftet. Am Samstag in Kloten erhält der Unterklassige die Gelegenheit zur Revanche in dieser Serie, die nun 2:2 steht.
Rappi-Jonas Cheftrainer Jeff Tomlinson muss auf zwei wichtige Verteidiger verzichten. Das hat die Defensive nicht gut verkraftet. Am Samstag in Kloten erhält der Unterklassige die Gelegenheit zur Revanche in dieser Serie, die nun 2:2 steht.
Gian Ehrenzeller, Keystone
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Kloten befindet sich in der Ligaqualifikation gegen die Rapperswil-Jona Lakers erstmals leicht im Vorteil. Die Zürcher Unterländer gewannen Spiel 4 auswärts mit 4:0 und glichen die Best-of-7-Serie nach Siegen aus.

Die Klotener, die vor fünf Tagen nach 1:4- und 0:4-Niederlagen noch wie sichere Absteiger ausgesehen haben, sehen plötzlich wieder Licht am Ende des Tunnels. Dafür gibt es bei den Lakers lange Gesichter. Rapperswil-Jona muss bis zum fünften Spiel am Samstagabend in Kloten über die Bücher.

Momentum auf der Seite des Oberklassigen

Der Erfolg im Marathonspiel vom Dienstag mit dem Siegtor in der dritten Verlängerung liess das Momentum auf die Klotener Seite wechseln. «Natürlich war das der Effekt dieses Sieges», sagte Vincent Praplan. «Dieser Sieg verlieh uns Selbstvertrauen. Plötzlich läuft alles ringer.»

In den ersten zwei Spielen unterliefen den Klotenern entscheidende Fehler. Am Donnerstag spielten die Flieger nun erstmals das grössere Potenzial und die Vorteile in Sachen Tempo beeindruckend aus. Praplan bereitete das Führungstor vor. Denis Hollenstein, der Matchwinner vom Dienstag, erzielte das 3:0. Endlich spielen sich auch Klotens Schlüsselspieler ins Scheinwerferlicht. Dass Nyffeler in der 47. Minute einen Penalty von Hollenstein abwehrte, verkam zur Randnotiz.

Die Verteidiger gehen bei den Lakers aus

Und die Lakers? Ihnen gelang wenig bis gar nichts mehr. Zum ersten Mal diese Saison verloren die SCRJ Lakers zwei Spiele hintereinander. Erstmals unterliefen den St. Gallern Fehler: Martin Ness verlor vor dem eigenen Goal den Puck. Jorden Gähler gab an der Bande einen Zweikampf praktisch kampflos verloren. Diese «Blackouts» ermöglichten nach 83 Sekunden und nach zwölf Minuten den Klotenern die ersten zwei Tore. Auch die Personaldecke der Lakers wird dünner. Weil der Kanadier Jared Aulin vor zwei Wochen im Swiss-League-Final verletzt ausschied, spielen die Rapperswiler schon die ganze Ligaqualifikation mit nur zwei Ausländern. Und vor dem vierten Spiel fielen mit Sven Berger (verletzte sich in Spiel 3) und Cyrill Geyer (muskuläre Probleme beim Einlaufen) zwei wichtige Backs verletzt aus.

Die Probleme der Lakers liegen allerdings auch in der Offensive. In den ersten drei Spielen der Serie lag Rapperswil-Jona nie in Rückstand. Die Lakers konnten äusserst erfolgreich und nach Lust und Laune kontern. In den letzten 115:04 Minuten gelang den Lakers nun aber kein Tor mehr. Nach Torschüssen dominierte Kloten seit dem letzten Goal der Lakers mit 72:35.

Ligaqualifikation, 4. Duell:SCRJ Lakers - Kloten 0:4 (0:2, 0:2, 0:0) – Stand: 2:2 6100 Zuschauer (ausverkauft). - SR Stricker/Urban, Obwegeser/Wüst. - Tore: 2. Schlagenhauf (Praplan) 0:1. 13. Bozon (Obrist) 0:2. 28. Hollenstein (Stoop) 0:3. 36. Obrist (Bozon) 0:4. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 7mal 2 Minuten gegen Kloten. - PostFinance-Topskorer: Knelsen; Hollenstein. Rapperswil-Jona Lakers:Nyffeler; Iglesias, Schmuckli; Sataric, Maier; Gähler, Büsser; Gurtner; Mosimann, Mason, Hügli; Hüsler, Ness, Primeau; Profico, Lindemann, Casutt; Morin, Knelsen, Rizzello; Brem. Kloten: Boltshauser; Kellenberger, Back; Ramholt, Stoop; Egli, Harlacher; Kparghai; Bieber, Sallinen, Hollenstein; Leone, Schlagenhauf, Praplan; Abbott, Santala, Wetli; Obrist, Trachsler, Bozon; Lehmann. Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Aulin, Berger und Geyer. Kloten ohne Weber, Marchon, Grassi, Lemm (alle verletzt), Bäckman und Poulin (überzählige Ausländer). - 23. Pfostenschuss Morin. - 47. Nyffeler hält Penalty von Hollenstein.

(SDA)

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