Eishockey

Die Premiere in Kloten

Heute Donnerstag ist es ­tatsächlich so weit: Die Swiss-Arena ist Schauplatz des Cup-Halbfinals Kloten – Lausanne. Kloten spielt zum ersten Mal seit dem Relaunch zu Hause.

Hoffentlich mal wieder Grund zum Jubeln: Der EHC Kloten bestreitet heute Donnerstagabend das Cup-Halbfinal gegen Lausanne (Patrick Obrist, Mitte, Serge Weber, links, und Tommi Santala, rechts, nicht mehr im Team).

Hoffentlich mal wieder Grund zum Jubeln: Der EHC Kloten bestreitet heute Donnerstagabend das Cup-Halbfinal gegen Lausanne (Patrick Obrist, Mitte, Serge Weber, links, und Tommi Santala, rechts, nicht mehr im Team). Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Zwölf Partien im 2014 wieder einge­führten Schweizer Cup absolvierten die Klotener, alle auswärts. Im 13. Match benötigt das Team erstmals Heim­tenüs. Die Auslosung ergab einen Halbfinal-Heimmatch gegen Lausanne.

Klotens Marketing agiert geschickt und gewährt den Saisonkarten-Besitzern Gratiseintritt; Jugendliche auf den Stehplätzen bezahlen ebenfalls nichts. So dürfte das heutige Spiel einen würdigen Rahmen erhalten. 4500 bis 5000 Zuschauer erwartet Aldo Hitz, der Leiter Ticketing, laut Stand gestern Nachmittag.

Klotens Personalsituation ist dermassen angespannt, dass der Begriff «Schweizer Cup» in Gefahr gerät, wortwörtlich interpretiert werden zu müssen: dass (fast) nur Schweizer spielen. Das Duo Sheppard/Shore ist angeschlagen; ein Santala-Ersatz steht heute noch nicht bereit. «Wir nehmen den Cup sehr ernst», betonen Trainer Pekka Tirkkonen und Sportchef Pascal Müller. Aber im Zweifelsfalle müssen sie heute auf eine Pause der Angeschlagenen plädieren.

Der «Journeyman»

Gegner Lausanne, der in dieser Saison von Kloten noch nicht bezwun­gen worden ist, kennt solche Personalprobleme momentan nicht. Die Mannschaft ist gut unterwegs, sehr gut sogar als Nummer 4 der Liga. Sie verdankt das – wie könnte es in der NLA auch anders sein – sehr guten Ausländern. Dustin Jeffrey startete zurückhaltend; inzwischen gehört der Kanadier zu den besten Sko­rern der Liga.

Der 28-jährige Center war in Nordamerika bekannt als «Journeyman», als Reisender. Kein Wunder, bei den vielen Wechseln innerhalb der Organisationen und von Vereinen. Dazu ist er ein Stanley-Cup-Sieger – den Ring auf jeden Fall hat er von Pittsburgh für den Erfolg 2009 erhalten. Er ist auch auf dem Mannschaftsfoto der Sieger zu sehen, aber gespielt hat er keine Sekunde. Mindestens für zwei Teams spielte er pro Saison; sesshaft scheint er nun in Lausanne geworden zu sein; 131 NHL-Spiele absolvierte er.

Jonas (Anders Vilhelm) Junland heisst der zweite Eckpfeiler. Der 29-jährige Schwede begann in Linköping; für St. Louis stand er viermal in der NHL im Einsatz. Beim Färjestads BK machte er mit einer starken Saison 2010/11 auf sich aufmerksam; Barys ­Astana holte ihn in die KHL. Aus der verabschiedete er sich 2013, via Lahti kehrte der Verteidiger nach Linköping zurück. In manchen NLA-Spielen mit Lausanne trug er den Helm des Topskorers, seine 28 Punkte nach 32 absolvierten Partien sind für einen Verteidiger hervorragend. Einen erfolgreicheren gibt es in der NLA zurzeit nicht.

Erstellt: 05.01.2017, 09:17 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Bonus-Angebote

Bonus-Angebote

Alle Bonus-Angebote im Überblick.