Eishockey

Das nächste klare Verdikt

Die Rapperswil-Jona Lakers feierten am Sonntag ihren 13. Derby-Sieg in Folge gegen die GCK Lions. Und wie fast immer fiel das Resultat deutlich aus. Dion Knelsen steuerte zwei Tore und ebenso viele Assists zum 6:2-Erfolg bei.

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Er habe sehr viel Energie gehabt in diesem Match, nannte Dion Knelsen in Anspielung auf die veränderte Ausländersituation bei den Lakers schmunzeld einen möglichen Grund für seine Glanzvorstellung in diesem Nachmittagsspiel. Vor einer guten Woche verpflichteten die St. Galler mit dem Amerikaner Jeremy Morin einen dritten Söldner. In der Swiss League dürfen aber nur zwei pro Partie eingesetzt werden, ergo muss jeweils einer pausieren. Und da Morin von Trainer Jeff Tomlinson vorderhand etwas gepusht wird, weil es ihm an Spielpraxis mangelt und er sich ins Team integrieren muss, traf es seit Vorliegen der Arbeitsbewilligung zweimal den Kanadier Jared Aulin (am Mittwoch beim 4:3 nach Penaltys in Winterthur sowie gestern) und am Freitag, beim 5:2-Auswärtserfolg gegen Thurgau eben dessen Landsmann Knelsen.

«Klar, am liebsten würde ich immer spielen», gestand der 29-Jährige, «aber ich kann den Headcoach verstehen.» Und wie eben erlebt, könne eine Pause ab und an nicht schaden. Wohl wahr: Jedenfalls glückte Knelsen gestern, in seiner 99. Meisterschaftspartie für die Lakers, zum vierten Mal ein 4-Punkte-Spiel, zum zweiten Mal gegen die GCK Lions. Beim 7:0-Heimsieg im Derby im vergangenen Oktober waren es drei Tore und ein Assist, nun je zwei Treffer und Vorlagen.

Ein Shorthander und fünf Überzahltore

Nachdem Michael Hügli in Unterzahl mit einer grandiosen Einzelleistung die frühe (2.) und etwas glückhaft erzielte (Marc Geigers Schuss im Powerplay wurde von einem Lakers-Verteidiger unhaltbar abgelenkt) Gästeführung ausgeglichen hatte (18.), brachte Knelsen das Heimteam mit einem Überzahltreffer erstmals in Front. Dann legte er im Powerplay mustergültig für Morin auf (28.), ehe er mit einem flinken Sololauf auf 4:1 erhöhte (33.).

Als Corsin Casutt 38 Sekunden nach Beginn des Schlussdrittels eine nächste GCK-Strafe zum 5:1 genutzt hatte (Knelsen lieferte hierzu den zweiten Assist), war die Partie gelaufen – wie immer im Derby dieser zwei Kontrahenten zugunsten der Lakers. Dominik Hardmeiers 2:5 (43.) und Sven Lindemanns 6:2 (49./in Überzahl) waren lediglich noch Zugaben für die 2749 Zuschauer.

«Der Einsatz hat gestimmt»

«Gegen ein solch starkes Team darf man sich einfach keine Fehler leisten», sagte Lions-Trainer Michael Liniger, der aber auch viel Gutes von seiner einmal mehr arg dezimierten Mannschaft (es standen nur drei Blöcke zur Verfügung) sah: «Der Einsatz hat gestimmt. Und die beiden Jungen, die erst zum zweiten Mal überhaupt zum Einsatz gelangten (Axel Lukaszek do Carmo und Shane Mathew; Red.), haben ihre Sache auch gut gemacht.» Anders als bei mancher Gelegenheit in den Wochen davor – vier Siege und nur zwei Niederlagen in den Partien seit dem Jahreswechsel bis zu diesem Derby – reichte das gegen die Lakers aber bei weitem nicht, um nur schon in die Nähe eines Punktgewinns zu kommen.

Apropos Punkte: Ganze drei holte sich in dieser Runde überraschend die EVZ Academy (8.) dank eines 5:4-Auswärtssieges beim Tabellenvierten Ajoie. Dies bedeutet für die GCK Lions, dass sie nun bereits zehn Zähler Rückstand auf die Playoff-Plätze aufweisen – bei noch zehn verbleibenden Partien.

(zsz.ch)

Erstellt: 22.01.2018, 00:12 Uhr

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Swiss League

SCRJ Lakers - GCK Lions 6:2 (2:1, 2:0, 2:1)
SGKB-Arena. 2749 Zuschauer. SR Hebeisen/Weber, Abegglen/Schüpbach.
Tore: 2. Geiger (Ulmann, Lazarevs/Ausschluss Morin) 0:1. 18. (17:37) Hügli (Iglesias/Ausschluss Schmuckli!) 1:1. 19. (18:56) Knelsen (Morin, Casutt/Ausschluss Sidler) 2:1. 28. Morin (Knel­­sen, Lindemann/Ausschluss Tim Berni) 3:1. 33. Knelsen (Iglesias, Schmuckli) 4:1. 41. (40:38) Casutt (Lindemann, Knelsen/Ausschluss Peter) 5:1. 43. Hardmeier (Mathew) 5:2. 49. Lindemann (Mason, Casutt/Ausschluss Tim Berni) 6:2.
Strafen: 5×2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 8×2 Minuten gegen die GCK Lions.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Sataric, Maier; Schmuckli, Iglesias; Thomas Büsser, Berger; Profico, Gähler; Morin, Knelsen, Hüsler; Brem, Lindemann, Casutt; Mosimann, Mason, Hügli; Primeau, Vogel, Rizzello.
GCK Lions: Guntern; Geiger, Tim Berni; Braun, Sidler; Peter, Xeno Büsser; Luchsinger; Puide, Ulmann, Lazarevs; Hayes, Suter, Miranda; Mathew, Hardmeier, Lukaszek do Carmo.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Aulin, Frei, Geyer, Gurtner, Liechti, Schir und Trudel (alle überzählig); GCK Lions ohne Fabian Berni, Pelletier (beide verletzt), Andersson, Brüschweiler, Lerch, Rossi (alle Elite A), Bachofner und Hinterkircher (beide ZSC Lions). 48. Mosimann verletzt ausgeschieden.
Schüsse: 34:34 (17:9, 10:16, 7:9).

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