Eishockey

Dank gutem Timing zum Break

Die Rapperswil-Jona Lakers haben auch das zweite Spiel der Viertelfinalserie gegen Olten gewonnen. Auf das 6:2 am Freitag zu Hause liessen sie am Sonntag auswärts ein 4:2 folgen. Entscheidend war, dass die Rosenstädter zur richtigen Zeit trafen.

<b>Eine schnelle und wichtige Antwort:</b> Corsin Casutt (rechts) stellte nur 25 Sekunden nach Oltens 1:2-Anschlusstreffer die Zweitoreführung der Lakers wieder her.

Eine schnelle und wichtige Antwort: Corsin Casutt (rechts) stellte nur 25 Sekunden nach Oltens 1:2-Anschlusstreffer die Zweitoreführung der Lakers wieder her. Bild: Archiv Thomas Oswald

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Wie in der Auftaktpartie erwischte auch in Spiel 2 das Gastteam den besseren Start. Im Gegensatz zu Olten am Freitag wusste Rapperswil-Jona daraus auch Profit zu schlagen. Und zwar früh. Gerade einmal 92 Sekunden waren gespielt, als Cédric Hüsler traf; der 22- jährige Flügelstürmer zog nach einem Bullygewinn von Jan Vogel direkt ab.

Eine halbe Minute zuvor hatte sich bereits Michael Hügli eine gute Chance geboten. Bei Olten schien die bittere Startpleite noch nachzuwirken. Jedenfalls präsentierten sich die Solothurner verunsichert, wurden von den Lakers, die im ersten Drittel 22 Torschüsse verzeichneten, bis zur ersten Pause klar dominiert. «Wir begannen stark, ja, hätten aber mindestens ein zweites Tor nachlegen müssen», befand Lakers-Stürmer Corsin Casutt, dem später das Game-winning- Goal gelingen sollte, nach Spielschluss.

Ausgleich in der Luft

Die Auswirkungen dieses Versäumnisses zeigten sich im Mitteldrittel. Olten glaubte weiter an seine Chance, drückte vehement auf den Ausgleich. In der 25. Minute wurde dieser beinahe Tatsache, Jiri Polansky traf mit seinem Direktschuss aber nur den Pfosten und Remo Hirt beförderte den zurückprallenden Puck anschliessend mittels Kickbewegung ins Tor, sodass der Treffer nicht zählte.

Kurz nach Spielmitte lag das 1:1 erneut in der Luft, doch SCRJ-Keeper Melvin Nyffeler wehrte sich bravourös. Wenig später, als von beiden Teams je ein Spieler in der Kühlbox sass, schlug es auf der gegenüberliegenden Seite ein. Lakers-Topskorer Dion Knelsen zwängte sich zwischen zwei Gegenspielern durch und vollstreckte zum 2:0 für die St. Galler.

Beide Torhüter einmal «erwischt»

Weil Polanskys Strafe früher ablief als die von Grossniklaus, konnte das Heimteam im Anschluss in Überzahl spielen. Der 35-jährige Tscheche höchstpersönlich nutzte dies zum 1:2 – wobei der insgesamt stark parierende Nyffeler bei diesem Gegentreffer keine gute Figur machte, liess er doch den Puck in der nahen Ecke zwischen den Beinschonern hindurch passieren.

Praktisch auf dieselbe Art liess sich lediglich 25 Sekunden später Oltens Matthias Mischler, der von Trainer Bengt-Ake Gustafsson diesmal den Vorzug gegenüber Melvin Nyffelers älterem Bruder Dominic erhielt, von Corsin Casutt erwischen.

Unnötig Spannung aufkommen lassen

«Diese schnelle Antwort war enorm wichtig», betonte Lakers-Trainer Jeff Tomlinson hinterher. Wie wichtig, zeigte sich in der Schlussphase der Partie, als Olten einen Fehler im Spielaufbau der St. Galler zu bestrafen wusste. Statt 2:2 hiess es immer noch 3:2 für die Gäste. Bei nur noch 87 Sekunden verbleibender Spielzeit mussten die Solothurner anschliessend alles riskieren. Wie so oft zahlte sich das Ersetzen des Torhüters durch einen sechsten Feldspieler aber nicht aus: Zehn Sekunden vor der Sirene machte Fabian Maier mit dem 4:2 ins leere Tor den Sack zu.

«Diese Spannung zum Ende hin hätte nicht sein müssen, doch insgesamt haben wir eine gutes Spiel gezeigt und deshalb auch verdient gewonnen», zeigte sich Tomlinson zufrieden. Speziell gut gefiel dem SCRJ-Trainer die Einsatzbereitschaft seiner Spieler: «Alle haben super gekämpft, Schüsse geblockt, Checks ausgeteilt.» Daran gelte es am Dienstag im dritten Spiel (19.45 Uhr, SGKB-Arena, Rapperswil-Jona) nahtlos anzuknüpfen, forderte der Deutschkanadier, denn noch sei die Serie ja noch nicht gewonnen. Casutt pflichtete ihm bei: «Olten wird jetzt nicht einfach klein beigeben. Wir müssen weiter fokussiert bleiben und alles geben.» (zsz.ch)

Erstellt: 19.02.2017, 23:42 Uhr

Telegramm

National League B

Playoff, Viertelfinal, Spiel 2:

Olten – SCRJ Lakers 2:4 (0:1, 1:2, 0:1)

Kleinholz. 4856 Zuschauer. SR Müller/Wirth, Ambrosetti/Kehrli.
Tore: 2. Hüsler (Vogel) 0:1. 33. (32:19) Knelsen (Geyer/Ausschlüsse Polansky, Grossniklaus) 0:2. 35. (34:13) Polansky (Ulmer, Feser/Ausschluss Grossniklaus) 1:2. 35. (34:38) Casutt (Maier, Hügli) 1:3. 59. (58:33) Mäder 2:3. 60. (59:49) Maier (Hügli, Knelsen) 2:4 (ins leere Tor).
Strafen: 3×2 Minuten gegen Olten, 6×2 Minuten gegen Rapperswil-Jona.
Olten: Mischler; Rouiller, Ba­gnoud; Barbero, Kobach; Geiger, Meister; Truttmann, Heinimann, Wüst; Ulmer, Feser, Leonelli; Hirt, Schneuwly, Polansky; Aeschlimann, Mäder, Huber; Schwarzenbach, Diem.
SCRJ Lakers: Melvin Nyffeler; Geyer, Blatter; Sataric, Maier; Profico, Grossniklaus; Auriemma, Gurtner; Aulin, McGregor, Rizzello; Hügli, Knelsen, Casutt; Hoffmann, Mason, Schmutz; Hüsler, Vogel, Altorfer.
Bemerkungen: Olten ohne Chuard, Gedig, Grieder Hürlimann, Pargätzi, Schnyder (alle verletzt), Morini und Sahli (alle überzählig). Rapperswil-Jona ohne Brandi, Frei, Zanzi (alle verletzt), Büsser (rekonvaleszent), Bader, Guerra, Hutchings, Molina und Studer (alle überzählig). 25. Pfostenschuss Polansky, im Anschluss Tor von Hirt wegen Kickbewegung nicht gegeben. 57. Time-out Rapperswil-Jona. Olten von 59:21 bis 59:50 ohne Torhüter.
Schüsse: 37:38 (9:22, 16:8, 12:8).
Stand in der Serie (best of 7): 0:2.
Die weiteren Spiele: Dienstag, 21.2. (19.45 Uhr); Freitag, 24.2. (20 Uhr); evtl. Sonntag, 26.2. (15.45 Uhr); evtl. Dienstag, 28.2. (20 Uhr); evtl. Freitag, 3.3. (19.45 Uhr).

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