Eishockey

An Ajoie die Zähne ausgebissen

Die Rapperswil-Jona Lakers mussten gestern die zweite Niederlage der laufenden Meisterschaft hinnehmen. Gegen ein Ajoie, das vor allem zu Beginn sehr stark aufspielte, zogen sie auswärts mit 2:4 den Kürzeren.

<b>Kein Durchkommen:</b> Die beiden SCRJ-Stürmer Jared Aulin (am Boden) und Antonio Rizzello (rechts) werden von den Ajoulots gut abgeschirmt.

Kein Durchkommen: Die beiden SCRJ-Stürmer Jared Aulin (am Boden) und Antonio Rizzello (rechts) werden von den Ajoulots gut abgeschirmt. Bild: Silvano Umberg

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Gleich zwei Serien der Rosenstädter – welche die Tabellen nun noch mit drei Zählern Vorsprung anführen – fanden in Pruntrut ein Ende. Sie verloren erstmals wieder nach neuen Siegen in Folge. Und sie kassierten erstmals überhaupt in dieser Saison ein Tor in Unterzahl.

Ausgerechnet Reto Schmutz war es, der den St. Gallern nach 106:29 Minuten erfolgsreichem Boxplay ein Powerplay-Tor einschenkte. Der Stürmer, der letzten Sommer nach drei Jahren bei den Lakers zu Ajoie zurückgekehrt war, traf eine Sekunde vor Schluss ins leere Tor. Beim Stand von 2:3 aus Sicht der Gäste hatte deren Goalie Melvin Nyffeler seinen Kasten verlassen, damit es seinem Team mit fünf gegen fünf Feldspielern (SCRJ-Verteidiger Rajan Sataric sass auf der Strafbank) eventuell doch noch gelingen könnte, die Verlängerung zu erzwingen. Doch die Aktion ging – wie so oft – schief.

Der (erst) sechste Sieg der Jurassier in ihrem elften Spiel dieser Saison war verdient. Sie zeigten ein gutes Spiel. Der Start war sogar sehr gut. Im ersten Drittel präsentierten sie sich äusserst bissig und aufsässig, gaben den favorisierten St. Gallern keinen Raum zur Entfaltung. «Da wurden wir etwas überrascht, auf dem falschen Fuss erwischt sozusagen», gestand Steve Mason, der mit seinem 2:3-Anschlusstreffer knapp sechs Minuten vor Schluss nochmals Spannung in die Partie gebracht hatte, hinterher. Sie seien im Kopf zuwenig schnell gewesen, um dagegenzuhalten. Die Konsequenz davon: Die Lakers hatten Mühe, aus dem eigenen Drittel zu kommen, waren oft einen Schritt zu spät und kassierten immer wieder Strafen. Drei waren es im ersten Drittel, insgesamt deren sieben.

SCRJ-Tore kamen zu spät

Nützen konnten die Ajoulots aber nur den letzten Ausschluss. Die weiteren Treffer fielen alle beim personellem Gleichstand auf dem Eis. In der 12. Minute gelang Konstantin Schmidt im Gewühl vor dem SCRJ-Tor das 1:0. In der Startphase des zweiten Abschnitt doppelte Melvin Merola nach einen schönen Angriff nach (23.), zu Beginn des Schlussdrittels erhöhte Thibault Frossard etwas glückhaft (der Puck sprang von hinter dem Tor in den Slot direkt auf seine Stockschaufel) auf 3:0 (42.).

Im Anschluss machten die Lakers mächtig Dampf, schnürten die Jurassier immer wieder in deren Drittel ein. Sie ackerten und rackerten, doch es schien einfach nicht ihr Abend zu sein. Zudem zeigte Ajoie-Goalie Dominic Nyffeler eine starke Leistung. Zweimal musste sich der ältere Bruder des Lakers-Keepers dann aber doch geschlagen geben. In der 47. Minute lenkte Sven Lindemann einen Schuss von Verteidiger Sven Berger zum 1:3 ins Netz, sieben Zeigerumdrehungen später verkürzte Mason weiter. Letztlich kamen die Tore aber zu spät – die Niederlage wurde Tatsache.

«Kein Team kann immer gewinnen und sich ewigs im Boxplay schadlos halten. Wichtig ist nun, dieses Spiel gut zu analysieren und die Lehren daraus zu ziehen», betonte Mason – und blickte bereits voraus: «Jetzt freue ich mich auf den Cup.» Morgen Sonntag (15.45 Uhr) ist Lugano, der Tabellenzweite der National League, am Obersee zu Gast. (zsz.ch)

Erstellt: 20.10.2017, 23:41 Uhr

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Swiss League

Ajoie – SCRJ Lakers 4:2 (1:0, 1:0, 2:2)

Voyeboeuf, Pruntrut. 1526 Zuschauer. SR Tscherrig, Abegglen/Schüpbach.
Tore: 12. Schmidt (Privet, Fuhrer) 1:0. 23. Merola (Privet, Fuhrer) 2:0. 42. Frossard (Barbero) 3:0. 47. Lindemann (Berger, Brem) 3:1. 55. Mason (Mosimann, Sataric) 3:2. 60. (59:59) Schmutz (ins leere Tor/Ausschluss Sataric) 4:2.
Strafen: 5×2 plus 10 Minuten (Hazen) gegen Ajoie, 7×2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers.
Ajoie: Dominic Nyffeler; Maxime Montandon, Hauert; Maret, Casserini; Ryser, Steinauer; Devesvre, Pouilly; Hazen, Devos, Schmutz; Fuhrer, Privet, Schmidt; Merola, Arnaud Montandon, Wüst; Macquat, Frossard, Barbero.
Rapperswil-Jona Lakers: Melvin Nyffeler; Sataric, Maier; Gähler, Profico; Iglesias, Schmuckli; Geyer, Berger; Hügli, Mason, Primeau; Aulin, Knelsen, Rizzello; Brem, Lindemann, Casutt; Mosimann, Hüsler, Frei.
Bemerkungen: Ajoie ohne Antonietti (Genf-Servette), Paupe und Krakauskas (beide Biel); Rapperswil-Jona Lakers ohne Büsser, Gurtner, Schir, Trudel, Vogel und Zanzi (alle überzählig). 5. Pfostenschuss Hauert. 51:11 Time-out Ajoie. 57:51 Time-out Rapperswil-Jona Lakers, dann von 59:44 bis 59:49 uns ab 59:50 ohne Torhüter.
Schüsse: 27:31 (10:8, 3:10, 14:13).

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