Rapperswil-Jona

Nach 21 Jahren in der obersten Liga: Die Lakers steigen ab

Rapperswil-Jona vermochte das Ruder nicht mehr herumzureissen: Im vierten Spiel unterlagen die Lakers den SCL Tigers 1:5. Damit ist nach 21 Jahren im Oberhaus der Abstieg in die National League B definitiv.

Die Vorentscheidung: Chris di Domenico bezwingt Lakers-Goalie Ivars Punnenovs zum 3:1 für die SCL Tigers.

Die Vorentscheidung: Chris di Domenico bezwingt Lakers-Goalie Ivars Punnenovs zum 3:1 für die SCL Tigers. Bild: Keystone

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Ein Doppelschlag in der 54. Minute brachte die Entscheidung. Tigers-Topskorer Chris DiDomenico und Lukas Haas erhöhten von einer knappen 2:1- auf eine komfortable 4:1-Führung. Damit sorgten die Gastgeber gleich selber dafür, dass es ihnen nicht so erging wie in den beiden vorangegangenen Partien. In diesen mussten sie jeweils in die Verlängerung, nachdem Rapperswil-Jona 8 und 21 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit noch den Ausgleich erzielt hatte.

So verwandelte sich die mit 6050 Zuschauern seit Tagen restlos aufverkaufte Ilfishalle bereits Minuten vor Erklingen der Schlusssirene in ein Tollhaus. Und als Kevin Hecquefeuille 127 Sekunden vor Ende das 5:1 ins leere Tor erzielte, brachen alle Dämme. Die Fans jubelten, lagen sich in den Armen und weinten Freudentränen. Zwei Jahre nach dem bitteren Fall in die Zweitklassigkeit ist den SCL Tigers auf eindrückliche Art und Weise und absolut verdient die Rückkehr in die National League A geglückt. Dass sie dabei nicht einmal überaus viel Wettkampfglück beanspruchten, spricht für sich. Die von Bengt-Åke Gustafsson gecoachte Mannschaft war den Lakers in dieser Serie in allen Belangen überlegen.

«Verdienter Aufsteiger»

Die Überlegenheit der Emmentaler mussten auch die Spieler Rapperswil-Jona eingestehen. «Langnau ist ein verdienter Aufsteiger. Daran gibt es keine Zweifel», zeigte sich Cyrill Geyer als fairer Verlierere. Für den Verteidiger war die gestrige Niederlage besonders hart, ging doch mit ihr auch seine eindrückliche Karriere, die den gebürtigen Churer bis an die Weltmeisterschaft geführt hatte, zu Ende.

Dementsprechend gross war Geyers Enttäuschung: «Das ist mit Abstand der bitterste Moment meiner Karriere. Wir alle tragen Schuld daran, dass es soweit gekommen ist.» Die gestrige Niederlage vermochte auch das Mini-Trainingscamp im Emmental nicht mehr abzuwenden. Drei Tage hatten die Lakers im nur wenige Kilometer von der Ilfishalle entfernten Hotel Moosegg logiert. Neben Eistrainings in Burgdorf standen auch diverse teambildende Aktionen auf dem Programm. Genützt hat alles nichts: Nach drei knappen Niederlagen ging Spiel 4 überaus deutlich 1:5 verloren. «Wir haben bis zuletzt an unsere Chance geglaubt, leider hat es nicht mehr geklappt. Nun wünsche ich dem Klub von Herzen alles Gute», sagte der 34-jährige Geyer, der seit 2002 ununterbrochen für Rapperswil-Jona gespielt hat und der seine Karriere in der NLB nicht verlängern möchte.

Zwei frühe Gegentore

Bitter war der gestrige Abend auch für Michel Zeiter. Der Ostschweizer, der vergangene Woche nach der Auftaktniederlage Anders Eldebrink als Headcoach Rapperswil-Jona abgelöst hatte, stellte sich nach der Partie vor sein Team: «Ich kann meinen Spielern nichts vorwerfen. Sie haben nochmals gekämpft und nochmals alles gegeben.»Tatsächlich arbeiteten sich die St. Galler im Mitteldrittel in die Partie zurück, in welcher sie nach dem ersten Drittel und zwei frühten Toren von Bucher (3.) und Haas (4.) bereits vorentscheidend im Hintertreffen lagen. Derrick Walser brachte bei Spielhälfte mit seinem Anschlusstreffer die Hoffnung nochmals zurück. Geknickt wurde diese in den Schlussminuten. Eine lange Nacht nahm ihren Lauf. (zsz.ch)

Erstellt: 09.04.2015, 23:12 Uhr

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