Eishockey

Mit meisterlichem Auftritt zum Titel

Die Rapperswil-Jona Lakers haben gleich die erste Chance genutzt: Sie bezwangen Olten 5:2 und sicherten sich nach zwei verlorenen Finalserien im dritten Anlauf den Meistertitel in der Swiss League. Nun geht es in der Ligaqualifikation gegen Kloten um den Aufstieg.

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Die Rosenstädter liessen in diesem fünften Finalspiel nie Zweifel aufkommen, wer das Eis als Sieger verlassen wird. Sie legten los wie die Feuerwehr und gingen bereits nach 24 Sekunden in Führung. Nach einem Zuspiel des Amerikaners Jeremy Morin, der erneut den verletzten Kanadier Jared Aulin als zweiter Ausländer vertrat, zog des Abwesenden Landsmann Dion Knelsen los und bezwang Matthias Mischler trotz eines Fouls eines Oltners spektakulär im Fallen.

Nach fünf Minuten wäre Mischler bereits ein zweites Mal geschlagen gewesen. Ein Abschluss im Powerplay von Corsin Casutt glitt zwischen seinen Beinschonern hindurch, prallte jedoch an den Pfosten.

Statt 2:0 hiess es wenig später 1:1. Lakers-Keeper Melvin Nyffeler spielte seinen Befreiungsschlag direkt auf den Stock des Oltners Martin Ulmer. Dieser brachte den Puck vors Tor, wo MacGregor Sharp vollstreckte (10.). Die St. Galler erholten sich aber schnell von diesem Schock. Die nächste hochkarätige Chance liess Casutt zwar noch aus. Sekunden später holte Knelsen nach, nachdem Captain Antonio Rizzello die Scheibe in der Ecke ausgegraben hatte (16.).

Doppelschlag bringt Entscheidung

Im Mittelabschnitt kamen die Solothurner besser aus der Kabine, wirklich gefährlich für das SCRJ-Tor wurde es aber nicht. In der 26. Minute fuhren die Lakers dann einen Konter, Michael Hügli legte vor dem Gehäuse quer zu Mosimann, der am entfernten Pfosten einschoss. Knapp zweieinhalb Minuten später stand Steve Mason im Powerplay goldrichtig und sorgte mit dem 4:1 für eine Vorentscheidung.

Zwar gelang es den Gästen kurz nach Spielmitte, ebenfalls in Überzahl, zu verkürzen, es hätte aber schon sehr viel gegen die St. Galler laufen müssen, dass es noch zu einer Wende in diesem Spiel gekommen wäre – immerhin hatten sie bis dahin in rund viereinhalb Finalpartien nur vier Gegentreffer zugelassen. Den Oltnern kann zugute gehalten werden, dass sie es bis zum Schluss mit letztem Einsatz versuchten, doch ihr Anrennen blieb erfolglos. Auf der Gegenseite traf Sven Lindemann gut zwei Minuten vor der Sirene zum 5:2-Endstand ins leere Tor.

Wenig später war der vierte Erfolg in dieser Finalserie Tatsache – und damit auch der Einzug in die Ligaqualifikation. Denn für die Rosenstädter war dieser Meistertitel ja nur ein Zwischenziel auf ihrem Weg. Nach drei Saisons in der Zweitklassigkeit wollen sie zurück ins Oberhaus. Den letzten Schritt dafür müssen sie ab kommendem Donnerstag in einer Best-of-7-Serie gegen einen auf dem Papier sicher als stärker einzuschätzenden, aber stark angeschlagenen EHC Kloten machen.

Erfolgshunger noch nicht gestillt

«Ich bin überglücklich, dass wir es diesmal gepackt haben. Wir waren die ganze Saison über das beste Team. Diese Trophäe haben wir uns verdient», sagte Knelsen nach der Pokalübergabe. Und betonte sogleich: «Unser Erfolgshunger ist damit aber noch nicht gestillt. Die wichtigsten Spiele folgen erst noch. Unser grosses Ziel heisst Aufstieg!» Eine kleine Meisterfeier werde es sicherlich geben, doch dann müssten sie sich wieder neu fokussieren und gut auf die Serie gegen Kloten vorbereiten. (zsz.ch)

Erstellt: 06.04.2018, 23:39 Uhr

Telegramm

Swiss League, Playoff-Final (best of 7), Spiel 5:

SCRJ Lakers - Olten 5:2 (2:1, 2:1, 1:0)
SGKB-Arena. 5914 Zuschauer. SR Dipietro/Müller, Fuchs/Stuber.
Tore: 1. (0:24) Knelsen (Morin, Rizzello/Strafe angezeigt) 1:0. 10. Sharp (Horansky, Ulmer) 1:1. 16. Knelsen (Rizzello) 2:1. 26. (25:02) Mosimann (Hügli, Mason) 3:1. 28. (27:23) Mason (Hügli, Profico/Ausschluss Schirjajew) 4:1. 32. Lüthi (Haas/Aussschluss Maier) 4:2. 58. Lindemann 5:2.
Strafen: 2×2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 4×2 Minuten gegen Olten.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Gähler, Berger; Sataric, Maier; Büsser, Geyer; Iglesias, Schmuckli; Morin, Knelsen, Rizzello; Profico, Lindemann, Casutt; Mosimann, Mason, Hügli; Hüsler, Ness, Primeau.
Olten: Mischler (28. Rytz); Rouiller, Grieder; Lüthi, Bucher; Fröhlicher, Zanatta; Aeschlimann, Bagnoud; Hirt, Mäder, Huber, Ulmer, Sharp, Horansky; Haas, Schirjajew, Wyss; Muller, McClement, Schneuwly.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Brem (verletzt), Aulin (angeschlagen), Frei, Gurtner, Liechti, Schir und Vogel­ (alle überzählig); Olten ohne Truttmann (verletzt), Barbero, Heughebaert, Ihnacak, Rexha, Sahli und Vodoz (alle überzählig). 5. Pfostenschuss Casutt. 27:23 Time-out Olten. Olten von 56:46 bis 57:48 und von 58:13 bis 59:40 ohne Goalie.
Schüsse: 36:36 (15:12, 16:9, 5:15).
Schlussstand in der Serie (best of 7): 4:1.

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