Der grosse Playoff-Check – alle Kandidaten in der Übersicht

Zehn Runden, acht Mannschaften, sechs Plätze – hinter Bern und Zug ist der Kampf ums Playoff umstritten wie nie. Die Erfolgschancen der Teams und die Gründe, wer warum scheitert.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

3. Biel: Die Kleinen sind gross geworden
Der Aussenseiter, als der er sich gerne verkauft, ist der EHC Biel längst nicht mehr. Je ein Schweizer Top-Mann auf jeder Position, gute Ausländer, ein smartes Trainer-Gespann, das modernes Eishockey spielen lässt und die Kräfte ausgeglichen verteilt. Biel hat trotz kleiner Schwächephase (die ja alle einmal haben) zuletzt alles für eine Playoff-Teilnahme – und noch mehr. Sollte es eng werden, könnten die beiden Auswärtsspiele zum Abschluss vielleicht ein Nachteil sein. Realistischer ist indes, dass Antti Törmänens Team souverän ins Playoff kommt.
Playoff-Chancen: 100%

Restliche Spiele in der Übersicht

8.2. Lakers a 23.2. Ambri a
9.2. Bern h 26.2. Zug h
15.2. ZSC h 1.3. Lausanne h
16.2. Fribourg a 2.3. Servette a
22.2. SCL h 4.3. Davos a

4. SCL Tigers: Disziplin statt Firlefanz
Faszinierend: Heinz Ehlers Eishockey funktioniert unabhängig vom Gegner. Mit dem fast gleichen Gameplan schlagen die Tigers nicht nur Bern, sondern auch den Letzten – zu Hause oder auswärts. Kein NL-Trainer holt so viel aus seinem Team heraus wie Ehlers. Denn vom Talent her sind die Emmentaler nicht fürs Playoff prädestiniert. Firlefanz ist out, geblockte Schüsse, defensive Disziplin, einfaches Spiel sind in. Doch die Tigers bewegen sich auf schmalem Grat. Kommen sie von ihrem Spiel nur ein wenig ab, sind sie gegen Niederlagen nicht gefeit, egal gegen wen.
Playoff-Chancen: 70%

Restliche Spiele in der Übersicht

8.2. Servette a 23.2. Fribourg h
9.2. Davos h 26.2. ZSC a
15.2. Zug a 1.3. Lakers a
16.2. Ambri h 2.3. Bern h
22.2. Biel a 4.3. Davos a

5. Lausanne: Drei Heimspiele als Faustpfand
Nur noch neun Partien haben die Romands zu absolvieren. Entscheidend für das Team von Ville Peltonen dürften die drei Heimspiele innert einer Woche gegen Lugano, Zug und Ambri werden. Bleibt Zurkirchen fünftbester Goalie der Liga, und können Vermin und Bertschy ihre Torproduktion aufrechterhalten, lässt sich Lausanne den Sprung ins Playoff nicht schon wieder nehmen. Die wichtigste Nachricht: Offensiv-Verteidiger Jonas Junland kehrt nach einem Schlüsselbeinbruch und fast zweimonatiger Absenz zurück.
Playoff-Chancen: 75%

Restliche Spiele in der Übersicht

8.2. Davos a 26.2. Ambri h
15.2. Fribourg h 1.3. Biel a
16.2. Lakers a 2.3. Fribourg h
19.2. Lugano h 4.3. SCL h
22.2. Zug h

6. ZSC Lions: Konstanz, dringend gesucht
Nur die SCRJ Lakers und Davos erzielten weniger Goals als der Titelverteidiger. Was per se keine allzu schlechte Nachricht wäre. Doch auch das Torverhältnis ist negativ. Ein sicherer Playoff-Teilnehmer weist andere Werte auf. Die ZSC Lions dürfen damit rechnen, dass mit Roman Cervenka und Roman Wick zwei Stürmer aus der Kreativ-Abteilung zurückkehren. Ist das Duo fit, geht es mit den Lions aufwärts. Von den vier Auswärtsspielen unter dem neuen Trainer Del Curto gewannen die Zürcher aber nur eines (3:1 in Ambri).
Playoff-Chancen: 95%

Restliche Spiele in der Übersicht

9.2. Zug a 23.2. Davos a
12.2. Servette h 26.2. SCL h
15.2. Biel a 1.3. Bern a
17.2. Bern h 2.3. Lakers h
22.2. Lugano h 4.3. Servette

7. Ambri: Über die Heimstärke zum Coup
Die Euphorie in der Leventina ist riesig, Ambri hat zuletzt acht von zehn Heimspielen gewonnen. Nie mehr seit der letzten Playoff-Qualifikation 2014 bebte die Valascia so regelmässig. Die Sturmformation mit Dominic Zwerger, Dominik Kubalik und Marco Müller sprüht nur so vor Spielwitz und wird das Team von Luca Cereda fast im Alleingang ins Playoff schiessen. Bisher hat das Trio 119 Skorerpunkte realisiert, und Ligatopskorer Kubalik wird vor seinem Abschied nach Nordamerika noch einmal alle Register ziehen. Das Goalieduo Conz/Manzato hält besser als erwartet.
Playoff-Chancen: 85%

Restliche Spiele in der Übersicht

9.2. Servette h 23.2. Biel h
15.2. Lugano h 26.2. Lausanne a
16.2. SCL a 1.3. Davos h
19.2. Zug a 2.3. Zug a
22.2. Fribourg a 4.3. Lakers a

8. Fribourg: Der 1. März als Entscheidungsdatum
Ausgerechnet als sich mit Philippe Furrer die Abwehrstütze abmelden musste (wohl bis Saisonende), fand Gottéron einen Weg zum Erfolg. Das 5:3 gegen Genf und das 2:1 in Davos brachten die Hoffnung zurück. Der 1. März könnte entscheidend sein: Dann findet das letzte Heimspiel statt, gegen Servette. Die Mannschaft mit der drittschlechtesten Heimbilanz sollte auf die Qualitäten von Goalie Reto Berra zählen können. Er wurde nicht geholt, um in der Klassierungsrunde gegen den HCD und die Lakers gut auszusehen.
Playoff-Chancen: 70%

Restliche Spiele in der Übersicht

8.2. Bern a 23.2. Lakers a
10.2. Lakers h 26.2. Lugano h
15.2. Lausanne a 1.3. Servette h
16.2. Biel h 2.3. Lausanne a
22.2. Ambri h 4.3. Zug h

9. Servette: Auswärtsmisere als Schwachpunkt
Servette gewann von den letzten sechs Partien nur gerade eine. Angesichts der Auswärtsschwäche – bisher erst 17 Punkte aus 19 Spielen – wird ein Playoff-Platz für die Genfer extrem schwierig: 6 der nächsten 8 Spiele finden in der Fremde statt. Wenn kein Wunder mehr geschieht, verkommen die letzten Heimspiele gegen Biel und die ZSC Lions zur Bedeutungslosigkeit. Mit Robert Mayer und Gauthier Descloux verfügt Genf über das statistisch schwächste Goalieduo aller Playoff-Kandidaten.
Playoff-Chancen: 40%

Restliche Spiele in der Übersicht

8.2. SCL h 22.2. Lakers a
9.2. Ambri a 26.2. Bern a
12.2. ZSC a 1.3. Fribourg a
15.2. Davos h 2.3. Biel h
17.2. Lugano a 4.3. ZSC a

10. Lugano: Der Streik der Offensivkünstler
Seit den zwei Niederlagen gegen die ZSC Lions, die Greg Ireland fast das Traineramt gekostet hätten, hat sich Lugano leicht stabilisiert. Die Offensivproduktion bleibt aber ein Schwachpunkt, dass Morini und Loeffel hinter dem 23-fachen Saisontorschützen Hofmann die treffsichersten Skorer sind, stellt ihren Teamkollegen kein gutes Zeugnis aus. Falls Bürgler, Fazzini, Bertaggia und Klasen die Handbremse lösen können, schafft es Lugano noch unter die Top 8. Sonst nicht.
Playoff-Chancen: 60%

Restliche Spiele in der Übersicht

8.2. Zug h 23.2. Lakers h
15.2. Ambri a 26.2. Fribourg a
17.2. Servette h 1.3. Zug h
19.2. Lausanne a 2.3. Davos a
22.2. ZSC a 4.3. ZSC h

Die Tabelle der National League

1. Bern 39 83
2. Zug 39 81
3. Biel 40 65
4. SCL Tigers 40 65
5. Lausanne 41 62
6. ZSC Lions 40 62
7. Ambri 40 62
8. Fribourg 40 59
9. Servette 40 58
10. Lugano 40 58
11. Davos 39 33
12. Lakers 40 26
(zsz.ch)

Erstellt: 08.02.2019, 18:33 Uhr

Artikel zum Thema

Der härteste Linesman ist ein Schweizer

Video Im CHL-Final zwischen Frölunda und München wird das Geschehen auf dem Eis zur Nebensache, als ein Linienrichter verarztet werden muss. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben