Eishockey 

Der Trainer ist (noch) kein Thema

Am Tag nach dem 0:4-Heimdebakel gegen Ambri-­Piotta gingen die Lakers die «Köpfe lüften». Sportchef ­ Harry Rogenmoser stärkt derweil Trainer Anders Eldebrink ­ den Rücken: «Er ist unser Mann. Gefordert ist jetzt das Team.»

Trotz eines vorentscheidenden Rückstands geniessen Headcoach Anders Eldebrink (rechts) und Assistent Michel Zeiter weiterhin das Vertrauen ihres Arbeitgebers.

Trotz eines vorentscheidenden Rückstands geniessen Headcoach Anders Eldebrink (rechts) und Assistent Michel Zeiter weiterhin das Vertrauen ihres Arbeitgebers. Bild: Keystone

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«Das nächste Heimspiel ist am kommenden Samstag.» Mit diesen Worten verabschiedete sich Pascal Schmitz, der Speaker der Rap­pers­wil-Jona Lakers, am Diens­tag vom Publikum. Doch was als Zeichen der Zuversicht gedacht war, klang mehr nach einer Durchhalteparole. Zu deutlich war der Unterschied zwischen den beiden Teams an diesem Abend gewesen. Das hatte auch Schmitz gesehen.

Die Gastgeber liessen sich in der Partie, welche auf der offiziellen Web­site der Lakers mit dem Attribut «kapital» und der unmissverständlichen Forderung «verlieren verboten» umschrieben worden war, regelrecht vorführen: Nach nur gerade 15 Minuten lagen die Lakers 0:3 im Hintertreffen. Dar­an, dass die Partie damit bereits entschieden war, änderte auch ein Time-out von Lakers-Headcoach Anders Elde­brink nichts mehr. Im Gegenteil. Bei Spielhälfte fiel gar noch das 4:0. «So kann man nicht spielen», ärgerte sich Eldebrink nach der Partie. Deut­lichere Worte fand gestern Sportchef ­Harry Rogenmoser: «Wir haben kollektiv versagt – und zwar auf allen Ebenen. Solche Leistungen kann man nicht akzeptieren, trotzdem müssen wir es. Aber noch ist der Playout-Final nicht entschieden.»

Reserven nicht angezapft

Definitiv entschieden ist das Duell zwischen den beiden schwächsten NLA-Teams tatsächlich noch nicht. Trotzdem war die Partie vom Dienstag mehr als nur richtungsweisend: In der Best-of-7-Serie benötigen die Tessiner nach dem Break noch einen Sieg zum definitiven Verbleib in der Natio­nal League A. Dass sie bis anhin ihre Reserven noch nicht haben anzapfen müssen, spricht für die Tessiner, die über ein deutlich schmäleres Kader als die St. Galler verfügen.

Weit weniger komfortabel präsentiert sich derweil die Si­tua­tion bei Rapperswil-Jona. Für die St. Galler kann ab heute jedes Spiel den Gang in die Ligaqualifikation gegen den B-Meister zur Folge haben. Als Reaktion auf die desolate Leistung vom Vorabend begaben sich die Lakers gestern nicht aufs Eis. Das offizielle Mannschaftstraining wurde einer anderweitigen Beschäftigung geopfert. «Ich ­sage nicht, was wir genau gemacht haben. Aber primär ging es darum, abseits der Eishalle die Köpfe zu lüf­ten», hält sich Captain Stefan Hürlimann bedeckt. Auch Rogenmoser gibt nicht mehr ­Details preis: «Das Team hat gemein­sam etwas unternommen. Was, sage ich nicht.»

Gemäss Hürlimann habe die Massnahme ihren Zweck jedoch erfüllt: «Es hat gut getan und war sicher richtig. Wir werden in ­Spiel 5 auf jeden Fall von der ersten ­Sekunde an bereit sein.» Etwas anderes bleibt den Lakers auch gar nicht übrig. «Die Mannschaft ist nun gefordert. Von ihr muss jetzt ein Impuls kommen», fordert Rogenmoser. Nicht zur Diskussion steht gemäss dem Sportchef der Posten des Trainers: «Anders (Elde­brink) ist unser Mann, und wir vertrauen ihm.»

Keine Spekulationen

Das bedeutet, dass Elde­brink auch heute Abend in Ambri wieder an der Bande stehen wird. Auf weitere Spekulationen mochte Rogenmoser nicht eingehen: «Jetzt zählt, dass wir zusammenstehen und gemeinsam für den Klub diese Aufgabe bewäl­tigen.» Die Frage, ob Elde­brink die Mannschaft überhaupt noch erreiche, beantwortet der Sportchef mit einem vehementen «Ja, auf jeden Fall». (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 26.03.2015, 08:10 Uhr

NlA, Playout-Final

Ambri-Piotta – Rapperswil-Jona
Valascia, Donnerstag 20.15 Uhr

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