Davos schafft Einzug in den Halbfinal

Das Heimteam qualifiziert sich mit einem 3:1 über Ocelari Trinec für den Halbfinal vom Sonntagabend gegen das finnische KalPa Kuopio.

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In der Schweizer Meisterschaft kassierte Davos in Heimspielen zehnmal hintereinander Niederlagen. In extremis beendeten die Davoser unter Neu-Coach Harijs Witolinsch unmittelbar vor Weihnachten gegen Ambri-Piotta nach einem 0:2-Rückstand bis zwei Minuten vor Schluss diese Serie.

Am Spengler Cup gewann Davos nun sogar zwei Heimspiele hintereinander: Auf das 3:2 vom Donnerstag gegen die Ice Tigers aus Nürnberg folgte im Viertelfinal ein 3:1 gegen das tschechische Spitzenteam Ocelari Trinec.

Zu behaupten, die Davoser seien nach vier Siegen in den letzten fünf Spielen über den Berg, wäre verfrüht. Den Sieg über Trinec verdankte der HCD primär seinen Verstärkungsspielern. Linus Klasen erzielte das 1:0 und in der 48. Minute auch das 2:1. Bei seinem Stammklub, dem HC Lugano, sass Klasen in fünf der letzten sechs Spiele überzählig unter der Wolldecke.

Unterstützung von Simion

Dario Simion von Leader Zug, der sich beim Wechsel von Davos nach Zug die Freigabe für den Spengler Cup hat in den Vertrag schreiben lassen, bereitete beide Goals vor. Andres Ambühl, der Captain des HCD, wirbelte mit Klasen und Simion zusammen auf dem Eis.

Ambühl bestritt sein 45. Spengler-Cup-Spiel und lief damit öfter als jeder andere in der Neuzeit am Traditionsturnier auf. Den Schlusspunkt setzte Dino Wieser in der allerletzten Zehntelsekunde mit einem Weitschuss ins leere Tor.

Matchwinner Klasen

Linus Klasen war definitiv einer der Matchwinner des HC Davos. Goalie Anders Lindbäck (27 Paraden) zählte ebenfalls zu den wichtigsten Spielern. Lindbäck gewann erstmals seit dem 5:1 des HCD im Hallenstadion gegen den ZSC wieder ein Spiel. Damals stand letztmals Arno Del Curto an der Bande des HCD. Bei allen Siegen seither hütete Gilles Senn das Tor.

Senn wird am Sonntagabend gegen KalPa Kuopio wieder zum Handkuss kommen. Coach Witolinsch sandte schon vor dem Viertelfinal eindeutige Signale aus, dass er am Heimturnier noch viel erreichen will und auch mit der Halbfinalqualifikation noch nicht zufrieden ist. Mit Blick auf die entscheidenden Turnierspiele schonte Witolinsch beispielsweise gegen Trinec Topskorer Inti Pestoni, der am Donnerstag beim 3:1 über Nürnberg zu den besten Akteuren gezählt hatte.

Trinec gab nie auf

Davos spielte stark - musste das aber auch tun. Die Tschechen gaben nie auf. Alleine in den letzten fünf Minuten boten sich den Tschechen drei vorzügliche Möglichkeiten zum Ausgleich. Zum Pechvogel des Spiels wurde Martin Ruzicka, der tschechische Weltmeister, mehrmalige Meister und mehrmalige Skorer-König. Ruzicka hätte Trinec im ersten Abschnitt und zweimal im Schlussabschnitt in Führung schiessen können.

Das Abschlussglück war ihm aber nicht hold. Eine Serie blieb so bestehen: Noch nie scheiterte der HCD an seinem Heimturnier vor dem Halbfinal.

Telegramm

Davos - Ocelari Trinec 3:1 (1:0, 0:1, 2:0)
6300 Zuschauer (ausverkauft). SR Gofman/Hebeisen (RUS/SUI), Gnemmi/Progin.
Tore: 15. Klasen (Simion) 1:0. 37. Kovarcik (Krajicek) 1:1. 48. Klasen (Ambühl, Simion) 2:1. 60. (59:59) Dino Wieser 3:1 (ins leere Tor).
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Davos, 7mal 2 Minuten gegen Ocelari Trinec.
Davos: Lindbäck; Nygren, Payr; Du Bois, Buchli; Stoop, Sanguinetti; Jung, Heldner; Klasen, Simion, Ambühl; Frehner, Meyer, Bader; Corvi, Dino Wieser, Hischier; Egli, Aeschlimann, Kessler.
Ocelari Trinec: Hrubec; Gernat, Krajicek; Kundratek, Galwins; Roth, Musil; Adamek; Hrna, Marcinko, Ruzicka; Adamsky, Polansky, Svacina; Cienciala, Korvacik, Chielewski; Bukarts, Mikulik, Dravecky; Christov.
Bemerkungen: Davos ohne Kparghai, Lindgren, Pestoni, Rödin und Marc Wieser (alle überzählig).
(SDA)

(Erstellt: 29.12.2018, 23:01 Uhr)

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