Eishockey

Beide Topskorer nur Zuschauer

In der sechsten Partie des Playout-Finals müssen die beiden Teams ohne ihre Topskorer auskommen. Rapperswil-Jonas Nicklas Danielsson ist ebenso gesperrt wie Alexandre Giroux von Ambri-Piotta.

Lakers-Topskorer Nicklas Danielsson musste am Donnerstag nach einem Revanchefoul von Alexandre Giroux vom Eis begleitet werden.

Lakers-Topskorer Nicklas Danielsson musste am Donnerstag nach einem Revanchefoul von Alexandre Giroux vom Eis begleitet werden. Bild: Keystone

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Es war zu erwarten gewesen. Die Ereignisse aus den Schlussminuten der regulären Spielzeit der fünften Playout-Partie zwischen Ambri-Piotta und Rapperswil-Jona blieben nicht ohne Konsequenzen: Reto Steinmann, der Einzelrichter der Nationalliga, sprach gestern sowohl gegen Alexandre Giroux als auch gegen Nicklas Danielsson für das Duell von heute Abend (20.15 Uhr / Diners-Club-Arena) je eine Spielsperre aus.

Damit wird Danielsson für den üblen Check gegen den Kopf von Giroux und dieser seinerseits für die Racheaktion, bei welcher er Danielsson den Stock beidhändig von hinten in die Beine geschlagen hat, zur Rechenschaft gezogen – dies, obwohl die Unparteiischen um die beiden Headschiedsrichter Andreas Koch und Didier Massy während der Partie keines der beiden Vergehen geahndet hatten. «Die beiden Regelverstösse sind so schwerwiegend, dass sie mit mindestens einer Spielsperre sanktioniert werden müssen», begründet der Einzelrichter seinen Entscheid.

Währenddem Giroux am Dienstag in einem allfälligen siebten Spiel wieder spielberechtigt wäre, präsentiert sich die Ausgangslage für Danielsson ein wenig anders. Gegen ihn hat Einzelrichter Steinmann zusätzlich ein ordentliches Verfahren eröffnet. Fortsetzung folgt.

Danielssons Stockschläge

Aufgrund des bisher Geschehenen ist davon auszugehen, dass für Ambri-Piotta der Ausfall von Leitwolf Giroux schwieriger zu verkraften sein wird als bei Rapperswil-Jona jener von Danielsson. Denn auch am Donnerstag fiel der Flügel, der zusammen mit Niklas Persson und Mikael Johansson einen reinen Schweden-Sturm bildete, primär dadurch auf, dass er sich leicht aus der Fassung bringen liess. Zwei der insgesamt sechs Strafen gegen Rapperswil-Jona hatte Danielsson mit unnötigen Stockschlägen zu verantworten. In der 21. Minute musste der Skandinavier von der Strafbank aus mitverfolgen, wie Benjamin Chavaillaz die Gastgeber mit 2:1 in Führung brachte, und in der Verlängerung ermöglichte er Ambri-Piotta ein Powerplay, das für die Lakers verheerend hätte ausgehen können.

Doch die Leventiner vermochten die Überzahlsituation nicht in ein Tor umzumünzen, und so konnte Rapperswil-Jonas Verteidiger Cédric Hächler in der 75. Minute mit einem Distanzschuss zum Matchwinner avancieren.

Deutliche Steigerung

Verdient haben sich die Lakers das Heimspiel von heute Abend primär mit einer bemerkenswerten Leistungssteigerung. Im Vergleich zu Spiel 4, welches Rapperswil-Jona vor eigenem Anhang nach einer desolaten Leistung 0:4 verloren hatte, traten die St. Galler am Donnerstag wie verwandelt auf. Am deutlichsten unterschied sich der physische Einsatz. «Genau so haben wir uns die Reaktion vorgestellt», erklärt Assistenztrainer Michel Zeiter und fügt an: «Doch noch ist nichts gewonnen. Wenn wir Spiel 6 verlieren, war der ganze Einsatz umsonst.»

NLA, Playout-Final, 6. Runde Rapperswil-Jona – Ambri-Piotta Diners-Club-Arena Sa, 20.15 Uhr (zsz.ch)

Erstellt: 27.03.2015, 17:53 Uhr

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