Stäfa/Winterthur

Eine gute Phase reicht nicht

Auch in Winterthur setzte es für die Lakers Stäfa eine klare Niederlage ab. Bis zum 15:17 war der NLA-Tabellenletzte an Pfadi dran, ehe er 21:35 unterging.

Einen schweren Stand gegen die Defensive von Pfadi Winterthur hatten die Lakers Stäfa (im Bild Marius Lepp) vor allem in der zweiten Halbzeit.

Einen schweren Stand gegen die Defensive von Pfadi Winterthur hatten die Lakers Stäfa (im Bild Marius Lepp) vor allem in der zweiten Halbzeit. Bild: Heinz Diener

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Wer wie die Lakers auf den ersten Punktgewinn wartet, richtet sich mit einzelnen Aspekten etwas auf. Gestern in Winterthur gabs durchaus positive zu erkennen. Denn vom 4:10-Rückstand aus der 12. Minute erholten sich die Stäfner, verkürzten bis zur 33. Minute auf 15:17 und waren näher am Favoriten dran, als es diesem lieb sein durfte.

«Das war unsere beste Phase in dieser Saison», lobte Trainer Pedja Milicic. «Wir haben richtig gut zusammengearbeitet und geduldig auf die Chancen gewartet.» Die Abläufe im Angriff klappten, die Torproduktion stimmte und im Defensivverhalten steigerte sich namentlich auch Torhüter Simon Schelling.

Spiel aus der Hand gegeben

Mit dem Anschluss zum 17:15 hatten die Gäste ihr Pulver allerdings verschossen. Nun blieben sie konstant an der Deckung beziehungsweise an Torhüter Arunas Vaskevicius hängen. «Vaskevicicus hat uns viele Chancen genommen. Das hat uns in die Tiefe gezogen», bedauerte Milicic. Die Folge: Pfadi konnte reihenweise und zudem erfolgreich Konter laufen. Zwölf Minuten später stand es 27:15 – nach acht Gegenstosstoren. Als Kreisläufer Louis Barth das 27:16 und damit das erste Tor seiner Mannschaft seit 13 Minuten erzielte, war die Partie längst gelaufen.

Barth und Linkshänder Nicola Brunner, der alle seine sieben Versuche der ersten Hälfte verwertete, waren die grössten Aktivposten in Stäfas Offensive. Mirko Milosevic sowie vor allem Damien Guignet dagegen sorgten aus dem Rückraum für die meisten Ballverluste. Mitunter leisteten sich die Stäfner ein paar sehr einfache Zuspielfehler.

«Aus jedem Match finden wir Sachen, die wir gut machen, und solche, in denen wir noch Potenzial haben», sagte Milicic. Eine nähere Nachbetrachtung des gestrigen Spiels benötigt es sicher bei den Aktionen, die zu den vielen Winterthurer Kontern geführt hatten. Innert Kürze haben die Lakers das Spiel aus der Hand gegeben. Dass Pfadi sich letztlich sicher durchsetzt, war zu erwarten gewesen. So leicht hätte man es dem Favoriten nach dem 17:15 allerdings nicht machen dürfen.

Die Winterthurer steigerten ihre Torproduktion der laufenden Saison massiv: 19, 22 und 20 Treffer waren die Ausbeute aus den letzten drei Begegnungen gewesen. Das hatte nur zu zwei Unentschieden und einer Niederlage gereicht. Nun gelang dem Cupsieger die höchste Trefferzahl und der klar höchste Sieg der laufenden Saison. Trainer Adrian Brüngger hat «ein paar Fortschritte» im Spiel seiner Mannschaft ausgemacht. «Wie viel das wert ist, wird sich am Samstag zeigen.» Dann empfängt Pfadi im EHF-Cup ­ Pölva Serviti, den Stammklub von Stä­fas estnischem Kreisläufer Marius Lepp. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 08.10.2015, 08:21 Uhr

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