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«Der Tod von Gian Luca ist nicht vergessen»

Mauro Caviezel, 3. im Super-G von Lake Louise, über den guten Saisonstart, den Sommer und den Verlust von Gian Luca Barandun.

Mauro Caviezel fährt im Super-G von Lake Louise seinen zweiten Weltcup-Podestplatz heraus.
Mauro Caviezel fährt im Super-G von Lake Louise seinen zweiten Weltcup-Podestplatz heraus.
Frank Gunn/The Canadian Press via AP
Caviezel sorgt damit für den ersten Schweizer Podestplatz in dieser Saison.
Caviezel sorgt damit für den ersten Schweizer Podestplatz in dieser Saison.
Frank Gunn/The Canadian Press via AP
Knapp in den Top Ten: Beat Feuz wird nach dem sechsten Rang in der Abfahrt Zehnter im Super-G.
Knapp in den Top Ten: Beat Feuz wird nach dem sechsten Rang in der Abfahrt Zehnter im Super-G.
Frank Gunn/The Canadian Press via AP
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Nach seinem 3. Platz im Super-G von Lake Louise spricht Mauro Caviezel von einer spürbaren Erleichterung. Seinen Erfolg stellt er aber in Relation. Der Tod von Gian Luca Barandun ist nicht vergessen.

Herr Caviezel, was löst dieser Podestplatz in Ihnen aus? «Es ist toll, dass es so gut aufgegangen ist. Am Samstag gehörte ich in der Abfahrt als 24. noch zu den Verlierern, 24 Stunden später bin ich ein Gewinner. Es ist schön zu sehen, dass ich für den grossen Aufwand belohnt werde. Auch für das ganze Team, das dahinter steckt, freut es mich. Schicksalsschläge wie jener von Gian Luca (Barandun) relativieren aber vieles. Sie halten dich in Rennen wie am Samstag auch davon ab, dich über verlorene Hundertstel oder verpasste Kurven aufzuregen.»

Hat das Topresultat etwas Befreiendes? «Klar, auch mit Blick auf die Position bei der Startnummern-Vergabe ist es eine Erleichterung. Ich kann jetzt lockerer in die nächsten Rennen gehen, muss nicht Angst haben, mit zwei, drei Ausfällen aus den ersten 30 zu fallen.»

Letzte Saison lagen Sie in Beaver Creek auf Siegkurs, ehe ein Fehler sie um ein Spitzenergebnis brachte. War das rückblickend ein Knick? «Würde ich so nicht sagen. Im Super-G musst du immer voll angreifen, wenn du etwas gewinnen willst. Das tat ich, und deshalb geriet ich ein paar Mal von der Ideallinie ab. Es spielte auch eine Rolle, dass ich oft eine sehr tiefe Startnummer hatte und ich ohne Feedbacks auskommen musste. Das war diesmal mit der 16 nicht so.»

An der Podestfahrt vom Sonntag gibt es wenig auszusetzen. «Ich wollte auch in diesem Rennen angreifen und bin froh, dass es aufgegangen ist. Das Mass stimmte.»

Aus dem Team war schon im Vorfeld zu vernehmen, dass Sie, vor allem im Super-G, gut drauf sind. «Ich hatte in der Tat einen guten Sommer. Aber das muss noch nichts heissen, so ganz ohne den internationalen Vergleich. Ich schraubte meine eigenen Erwartungen bewusst nicht zu hoch. Sonst läufst du Gefahr, zu überborden.»

(si)

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