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Der Federer-Express ist zurück

Roger Federer macht im Halbfinal gegen Daniil Medwedew kurzen Prozess. Er siegt in 65 Minuten und steht im Final seines Heimturniers.

Federer entzaubert im Halbfinal der Swiss Indoors den 22-jährigen Russen Daniil Medwedew in 65 Minuten 6:1, 6:4. (Video: Tamedia/SDA)

Welch ein Wandel! Nach drei durchzogenen und fast fragwürdigen Leistungen auf dem Weg in den Halbfinal fand Roger Federer über Nacht zurück zu (fast) seinem besten Tennis. Daniil Medwedew, der auf Hartplätzen in dieser Saison mehr Spiele gewonnen hat als alle anderen Profis, wurde deklassiert.

Federer hätte den Halbfinal 6:1, 6:1 gewinnen können. Einen Matchball dazu bot sich ihm. Nur weil sich Medwedew im Finish nochmals aufbäumte, zwei Matchbälle abwehrte und im zweiten Satz noch auf 4:5 verkürzte, erhielt Federers Halbfinal noch einen kurzen Moment der Spannung.

Federers Steigerung kam für viele überraschend, nicht aber für Federer selber. Schon am späten Freitagabend nach dem Auf und Ab gegen Gilles Simon (7:6, 4:6, 6:4) mochte Federer nichts mehr Negatives hören. «Es ist schon so, dass ich im Moment nicht richtig weiss, was kommt», so Federer in Bezug auf seine Leistungen. Federer: «Aber: Ich bin nach Siegen immer glücklich. Nie beunruhigt. Das Spiel gegen Simon brachte mir wegen der vielen langen Ballwechsel viel. Und der erste Aufschlag war da, wenn ich ihn brauchte.»

Federer ist «unglaublich happy»

Die wiedergewonnene Sicherheit und der besser funktionierende Aufschlag bildeten die Basis zu Federers Kantersieg im Halbfinal. «Ich begann stark», fasste Federer seine Leistung zusammen. «Und natürlich spielte Medwedew weniger gut als zuletzt. Er fand gar nie richtig ins Spiel. Aber das lag vielleicht zu einem Teil auch an meiner Leistung.»

Am Ende war Federer «unglaublich happy», in Basel wieder im Final zu stehen. Gegen Marius Copil (ATP 93), den Überraschungsfinalisten, strebt Federer seinen 99. Turniersieg an, den 9. an den Swiss Indoors. Er bestreitet bereits das 14. Endspiel an seinem Heimturnier. Bei seinen letzten zwölf Teilnahmen erreichte er stets den Final.

19 Siege in Folge

In Basel gewann Federer zuletzt 19 Einzel hintereinander, die letzte Niederlage datiert vom 27. Oktober 2013 im Final gegen Juan Martin Del Potro (6:7, 6:2, 4:6). In den letzten 15 Jahren kassierte Federer in der St. Jakobshalle nur gegen Del Potro (2) und Novak Djokovic (1) drei Niederlagen.

In den Final steigt Roger Federer nach der Leistungsdemonstration vom Samstag gegen Marius Copil als haushoher Favorit. Der 28-jährige Rumäne erreichte als erster Qualifikant an den Swiss Indoors seit Marcos Baghdatis vor 13 Jahren den Final. Copil ist als Nummer 93 der Welt zudem der am schlechtesten klassierte Finalist in Basel seit Patrick McEnroe, der 1994 als Nummer 100 der Welt das Endspiel erreichte. 1994! Das war das Jahr, in welchem Roger Federer erstmals an den Swiss Indoors teilnahm - als Ballboy.

Bilder: Federers Finaleinzug and en Swiss Indoors

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