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Crosby, Jagr und Malkin als Zugpferde

Mit den Partien Kanada - Lettland, USA - Finnland (beide 16.15 Uhr), Tschechien - Schweden und Russland - Norwegen (je 20.15 Uhr) beginnt heute in Prag und Ostrava die Eishockey-WM.

Die sportliche Ausgangslage ist an der 79. WM wie meistens in den letzten Jahren offen. Der Fokus richtet sich nicht zuletzt auf die NHL-Superstars Sidney Crosby (Ka), Jaromir Jagr (Tsch) und Jewgeni Malkin (Russ), die alle gleich am ersten Tag im Einsatz stehen. Fünfmal in Folge scheiterten die Kanadier an Weltmeisterschaften zuletzt in den Viertelfinals. Auch wenn die Titelkämpfe wegen den noch laufenden NHL-Playoffs in Nordamerika keine riesige Bedeutung haben: Im Stolz sind die erfolgsverwöhnten Kanadier trotzdem verletzt. Um zum ersten Mal seit 2009, als sie in Bern im Final den Russen unterlegen sind, wieder ein WM-Podest zu erklimmen, setzen die Kanadier in diesem Jahr auf "Sid the kid" Crosby. Der 27-jährige Stürmer von den Pittsburgh Penguins, die in der ersten Playoff-Runde an den New York Rangers gescheitert sind, nimmt zum erst zweiten Mal an einer WM teil. Sein bisher einziges WM-Turnier bestritt Crosby 2006 in Lettland, als er als 18-jährige Nachwuchshoffnung und NHL-Neoprofi mit 16 Skorerpunkten zum Topskorer des Turniers avancierte und aufzeigte, weshalb er zu einem der besten Stürmer werden sollte. Nun kehrt Crosby als Star und als Leader der NHL-Auswahl auf die WM-Bühne zurück. Erfolgsduo Jagr/Ruzicka Die Vorfreude auf Crosby im eishockey-begeisterten Tschechien (fast 500'000 Tickets sind bereits verkauft) dürfte gross sein. Den noch grösseren Hype aber löst Jagr aus, der die Tschechen zum 13. WM-Titel führen soll. Der mittlerweile 43-jährige "Oldie" war eigentlich nach der WM vor einem Jahr und dem 4. Rang der Tschechen aus dem Nationalteam zurückgetreten, überlegte es sich nun für die Heim-WM aber noch einmal anders. Jagrs Entscheid hat durchaus symbolischen Charakter und dürfte auch mit der Rückkehr von Trainer Vladimir Ruzicka zusammenhängen. 2005 und 2010 gewannen die Tschechen mit Jagr als Captain und Ruzicka als Trainer ihre letzten WM-Titel. Fünf Jahre nach dem letzten Triumph soll es das Duo wieder richten. Jagrs Nomination lenkte unter anderem von den Bestechungsvorwürfen gegen Ruzicka ab, die vor zwei Wochen laut wurden. Ruzicka übernahm den Job als Nationaltrainer nach dem Olympia-Turnier in Sotschi zum dritten Mal. Kanada und Tschechien sind in der Vorrunde die letzten beiden Gegner der Schweiz (10. und 12. Mai). Das dritte Topteam in der Gruppe A sind die Schweden, die an einer WM stets zu den ersten Anwärtern auf die Goldmedaille gehören. Aus der Gruppe B startet Titelverteidiger und Rekordweltmeister Russland aus der Pole-Position. Auch die Russen können in Tschechien auf einen Superstar zählen. Am Dienstag hat Crosbys Teamkollege Jewgeni Malkin seine Zusage gegeben. Es geht um Olympia-Startplätze Der WM-Modus ist der gleiche wie im Vorjahr in Minsk. Aus den beiden Achtergruppen ziehen jeweils die ersten vier in die Viertelfinals ein, die Letztklassierten beider Gruppen steigen direkt ab und werden im kommenden Jahr in Russland durch die Aufsteiger Kasachstan und Ungarn ersetzt. Die Viertelfinals werden "über das Kreuz" ausgetragen; der Erste der Gruppe A spielte gegen den Vierten der Gruppe B, der Zweite der Gruppe A gegen den Dritten der Gruppe B usw. In Prag geht es aber nicht nur um den Weltmeister-Titel, sondern auch um Startplätze an den Olympischen Spielen 2018 in Südkorea. Die ersten acht der Weltrangliste nach der WM sind qualifiziert, alle anderen werden Ausscheidungsturniere bestreiten müssen. Prag zum zehnten Mal Gastgeber Bereits zum zehnten Mal findet eine Eishockey-WM in Tschechien (respektive in der Tschechoslowakei) statt. Und jedes Mal war Prag der Hauptspielort. Die tschechische Hauptstadt ist damit nicht nur Teil von durchschnittlich jeder achten WM, sondern auch der Ort mit den meisten WM-Partien aller Zeiten. Wie bereits 2004, als Kanada vor Schweden triumphiert hat, finden die Spiele an der "Jubiläums-WM" in der imposanten O2-Arena statt. Neben sämtlichen Partien der "Schweizer" Gruppe finden in Prag auch zwei Viertelfinals sowie die vier Medaillenspiele statt. Die Spiele der Gruppe B werden in der etwas kleineren CEZ-Arena in Ostrava ausgetragen. In der Stadt an der Grenze zu Polen werden zudem ebenfalls zwei Partien der ersten K.o.-Runde ausgetragen.

SDA

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