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Basel mit Favoritenrolle in Polen

Für den FC Basel beginnt die Europacup-Saison heute Mittwoch (20.45) im polnischen Westen. Der Gegner in der 3. Runde der Champions-League-Qualifikation heisst Lech Poznan.

Der Schweizer Meister ist zu favorisieren. Ein Ex-Basler ist Hoffnungsträger bei Lech. In der letzten Saison ist dem FC Basel unter Trainer Paulo Sousa auf dem Weg zu den Champions-League-Millionen die Qualifikation erspart geblieben. Nun muss der Schweizer Serien-Meister wieder zwei Ausscheidungs-Runden überstehen, um in die Gruppenphase zu gelangen - wie vor zwei Jahren. Damals haben sich die "Bebbi" gegen Maccabi Tel-Aviv und Ludogorez Rasgrad (Bul) recht souverän behauptet. Im Jahr davor allerdings, als sie sogar zu drei Qualifikations-Runden hatten antreten müssen, blieben sie auf der Strecke. Durch die Niederlagen gegen CFR Cluj (Rum) unter Chefcoach Heiko Vogel wurden sie in die Europa League verwiesen, in der sie schliesslich mit Vogels Nachfolger Murat Yakin sensationell die Halbfinals erreichten. Der Einzug in die Champions-League-Gruppenphase muss auch heuer mit dem neuen Trainer Urs Fischer das Ziel des FCB sein. Ein Scheitern in der Qualifikation wie 2012 müsste als Enttäuschung gewertet werden. Die Rot-Blauen haben sich in den vergangenen Jahren eine Position der Stärke erarbeitet. Die Ausscheidung nehmen sie in einer Favoritenrolle in Angriff. Im Duell mit dem polnischen Meister und Cup-Finalisten Lech Poznan spricht viel für die Basler. Die internationale Erfahrung könnte in dieser Affiche ein grosser Trumpf sein. Die Equipe des FCB ist auch nach den Abgängen von Streller, Schär und Fabian Frei erstklassig besetzt. In der Klub-Koeffizienten-Rangliste der UEFA sind die beiden Klubs durch 180 Plätze getrennt. Im Gegensatz zu Basel (Nummer 17) war Poznan (197) bisher noch nie in der Champions-League-Gruppenphase vertreten. Die Polen scheiterten im Europacup in den letzten drei Jahren immer in der 3. Runde der Europa-League-Qualifikation - an bescheidenen Gegnern wie Stjarnan Gardabär (Isl), Schalgiris Vilnius (Lit) und AIK Stockholm. Einen der grössten internationalen Erfolge feierte Lech Poznan in der Saison 2008/09, als es nach einem 6:0-Heimerfolg gegen GC mit dem heutigen Bayern-Star Robert Lewandowski im UEFA-Cup in die Sechzehntelfinals vorstiess. Man muss bis ins Jahr 1996 zurückblättern, bis man mit Widzew Lodz einen Klub findet, der Polen in der Champions League repräsentiert hat. Positiv aus Basler Sicht stimmt auch, dass Fischers Mannschaft den Saison-Auftakt in der Super League erfolgreich gestaltet hat. Als einziges Team der Meisterschaft ist der FCB in den ersten zwei Runden ohne Punktverlust geblieben. "Das gibt Selbstvertrauen", meinte Rückkehrer Zdravko Kuzmanovic nach dem 3:2-Sieg bei GC. Den personellen Umbruch im Kader haben die Basler offenbar gut verarbeitet. Gewisse Automatismen greifen bereits. Es scheint, als ob man sich im Fahrplan befindet. Lech Poznan hat sich zum Saison-Start etwas schwerer getan. Das Team von Trainer Maciej Skorza begann in der Meisterschaft mit einer 1:2-Heimniederlage gegen Pogon Stettin. Und am vergangenen Samstag verhinderte es zuhause gegen Lechia Gdansk (2:1) einen weiteren Fehltritt nur dank eines Tores in der Nachspielzeit. Keine Blösse gab sich Lech kürzlich in der 2. Runde der Champions-League-Qualifikation. Der bosnische Meister FK Sarajevo wurde mit dem Gesamtskore von 3:0 abgefertigt. Aus dem Kader von Lech Poznan sticht ein Name heraus: Darko Jevtic. Der frühere Schweizer U21-Internationale ist der Mann, der über den FCB bestens informiert ist. Der 22-jährige Mittelfeldspieler mit serbischen Wurzeln hat einst die Nachwuchs-Abteilung der Basler durchlaufen und bei den "Bebbi" sein Super-League-Debüt gegeben. Weil er sich am Rheinknie auch wegen Verletzungen im Fanionteam nicht durchsetzen konnte, wurde er vom FCB an Wacker Innsbruck und Lech Poznan ausgeliehen. In diesem Frühjahr nun wurde Jevtic von Lech übernommen und mit einem bis Juni 2018 gültigen Vertrag ausgestattet.

SDA

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