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Winterthur will seine Rentner durchleuchten

Die Stadt will schärfer prüfen, wer Anspruch auf AHV-Zusatzleistungen hat. Dazu soll mehr Personal eingestellt werden.

«Noch keine Trendumkehr»: 2015 mussten erstmals leicht weniger Personen aufs Sozialamt gehen.
«Noch keine Trendumkehr»: 2015 mussten erstmals leicht weniger Personen aufs Sozialamt gehen.
David Baer

Ein externes Büro hat die Sozialausgaben der Stadt Winterthur im letzten Winter nach Sparpotenzial durchleuchtet. Jetzt will Sozialvorsteher Nicolas Galladé (SP, Bild) die Erkenntnisse des Berichts umsetzen. Vier «priorisierte Massnahmen»stellte er gestern vor. Die auffälligste: AHV-Zusatzleistungen sollen strenger überprüft werden. Die Zusatzleistungen zur AHV und IV kosten die Stadt jährlich über 50 Millionen Franken, etwa gleich viel wie die Sozialhilfe. Und die Zahl der Bezüger wächst. Die Zahl der über 65-Jährigen, die Zusatzleistungen beziehen, stieg seit 2006 um 35 Prozent. Und das nicht einfach weil es mehr Alte gibt. Die Gesamtzahl der Pensionäre stieg um weniger als zehn Prozent. «Wir müssen genauer hinschauen, ob es nicht doch noch nicht-deklarierte Immobilien, Vermögen oder Renten gibt», sagt Dieter Wirth, Leiter der Sozialen Dienste. Das sei umso wichtiger, denn im Gegensatz zur Sozialhilfe werden die Zusatzleistungen in der Regel bis ans Lebensende ausgezahlt. Oder wie Wirth sagt: «Einmal Zusatzleistungen, immer Zusatzleistungen.»

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