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Zwei Beispiele geben zu denkenSorgen wegen Schlaganfall-Patienten

Corona-bedingte Schlaganfälle sind meist von Anfang an schwerwiegender. Das zeigen die Krankheitsgeschichten zweiter Patienten Mitte 50.

Nach einem Schlaganfall zählt – auch in Zeiten von Corona – jede Minute, um das Ausmass des Hirnschadens rasch einzuschränken.
Nach einem Schlaganfall zählt – auch in Zeiten von Corona – jede Minute, um das Ausmass des Hirnschadens rasch einzuschränken.
Foto: Keystone

Eigentlich war der 54-jährige Waadtländer bis vor kurzem noch kerngesund. Doch während der ersten Welle der Corona-Pandemie infizierte er sich mit Sars-CoV-2 und kam deshalb mit einer Lungenentzündung in ein nahe gelegenes Regionalspital. Dort musste er mit einer Sauerstoffmaske beatmet wurden. Als die Ärzte am dritten Tag seines Aufenthalts, gerade Morgenvisite machten, stellten sie auf einmal eine Lähmung der linken Körperhälfte fest – ein typisches Symptom, das bei einem Schlaganfall auftritt.

«Jetzt musste alles schnell gehen», erzählt der Neurologe Patrik Michel, Leiter des Hirnschlagzentrums am Universitätsspital Lausanne (CHUV). Der Patient sei mit einem Rettungswagen notfallmässig zu ihnen nach Lausanne gefahren worden. Dort zeigte ein Hirn-CT einen massiven Hirnschlag mit Verstopfung der rechten mittleren Hirnarterie. In einem solchen Fall zählt jede Minute, weil die betroffene Hirnregion nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Dies kann zu gravierenden Langzeitbehinderungen bis hin zum Tod führen.

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