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Technischer MeilensteinSieben Jahre Arbeit für neue Landeskarte

Das Erscheinungsbild der Landeskarten ist grafisch sanft renoviert und an die digitale Nutzung angepasst worden. Die Bevölkerung hat ihre Meinung zum Werk geben dürfen.

So kommen die neuen Landeskarten daher: Ausschnitt mit Interlaken und Umland.
So kommen die neuen Landeskarten daher: Ausschnitt mit Interlaken und Umland.
Foto: Screenshot Swisstopo via Keystone

Das Bundesamt für Landestopografie (Swisstopo) hat mit den beiden letzten Kartenblättern die neue Landeskarte abgeschlossen. Damit hat es nach sieben Jahren Arbeit einen Meilenstein erreicht. Es hat die digitale Nutzung des Landeskartenwerks verbessert.

Die Qualität, welcher die Landeskarten der Schweiz ihren guten Ruf verdanken, bleibt gleich, wie Swisstopo am Dienstag mitteilte. Die neue Kartengeneration entspricht den Angaben zufolge den Bedürfnissen der digitalen Nutzung. Abgeschlossen wurde das Werk mit der Publikation der Blätter 42 Oberwallis und 43 Sopraceneri im Massstab 1:100'000.

Mit dem neuen Kartenwerk änderte Swisstopo die Produktionsprozesse grundlegend. Das topografische Landschaftsmodell bildet neu die einheitliche Basis für die Karten. Aus dieser riesigen Geodatenbank werden alle Inhalte abgeleitet. Die 3D-Daten werden für die Landeskarten aufbereitet.

Die Produktion in den verschiedenen Massstäben geschieht dann grossenteils automatisch. Die komplizierte Nachbearbeitung übernehmen Fachleute. Gleichzeitig optimierte das Amt die Landeskarten im Geodatenportal des Bundes.

Grafisch sanft renoviert

Das Erscheinungsbild der Landeskarten wurde grafisch sanft renoviert und an die digitale Nutzung angepasst. Dank weiterer Farben sind die Karten besser lesbar. Dazu trägt neu auch die Schweizer Frutiger-Schrift bei den Bezeichnungen bei.

Bei der Erarbeitung des neuen Landeskartenwerks war die Bevölkerung wegen der Popularität der Karten von Anfang an einbezogen. Bereits das erste Probeblatt und später die ersten publizierten Blätter unterzog Swisstopo in Umfragen einem Tauglichkeitstest. Eine Umfrage Ende 2020 zeigte, dass die neuen Karten positive Aufnahme fanden und die Erwartungen erfüllten. Auch die Armee als wichtige Nutzerin wurde befragt.

International gewann Swisstopo für die technische Umsetzung und die grafische Gestaltung mehrere Preise. Auch die auf den neuen Karten basierenden Wanderkarten erhielten internationale Preise.

Swisstopo legt nach dem Meilenstein die Hände keineswegs in den Schoss. Eine neue App und die Möglichkeit, mit mySwissMap einen Ausschnitt für eine Papierkarte selbst zu bestimmen und zu personalisieren, gehören zu den Neuerungen. In der kartografischen Produktion beginnt Swisstopo mit der Nachführung.

SDA/fal

38 Kommentare
    Markus Erismann

    Ob als Druckerzeugnis oder in digitaler Form: die Karten waren immer Weltklasse. Leider kann man das von den Kartenanwendungen nicht behaupten. Die Apps Swiss Map Mobile sowie deren Nachfolger Toposwiss App haben einen extrem limitierten Funktionsumfang, ebenso die Webseite map.geo. admin. Zwar sehr vielfāltige Auswahl an besonderen Kartenthemen, aber funktional unbefriedigend.