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Auswanderin aus SchönenbergSie schwamm mit Piranhas und schlief unter Krokodilen

Renate Gwerder wollte weg. Die Schönenberger Bauerntochter reiste durch Südamerika, lebte auf der Strasse und im Urwald – bis sie auf einen kriegsversehrten Kapitän traf.

Um den Platz auf dem Ofenbänkli habe sie sich immer mit ihren Brüder gestritten, erinnert sich Renate Gwerder. Inzwischen hat sie die Bauernstube gegen ein Segelboot und Schönenberg gegen die Weltmeere eingetauscht.
Um den Platz auf dem Ofenbänkli habe sie sich immer mit ihren Brüder gestritten, erinnert sich Renate Gwerder. Inzwischen hat sie die Bauernstube gegen ein Segelboot und Schönenberg gegen die Weltmeere eingetauscht.
Foto: Moritz Hager

Renate Gwerders vier Brüder sind sich einig: Die Schwester wird entweder nach zwei Wochen wiederkommen – oder gar nie mehr. Auch die Mutter hat ihre Vorbehalte: «Dass du mir nur nicht schwanger wirst!»

Die Worte prallen an der damals 32-Jährigen ab. Sie, die in Schönenberg auf einem Bauernhof aufgewachsen ist, will weg. Ins Ausland, um neue Sprachen und Kulturen zu entdecken. Die wichtigsten Vorbereitungen sind getroffen: Ihre Wohnung in Wädenswil hat Gwerder gekündigt, ebenso den Job als Innenarchitektin in Horgen. Sie hat die Nase voll vom Büro. Was ihr fehlt, das ist die grosse, weite Welt.

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