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AvaloqSchweizer Software-Firma nach Japan verkauft

Der japanische Elektronikkonzern NEC legt für das Schweizer Bankensoftware-Unternehmen rund 2,05 Milliarden Franken auf den Tisch.

NEC kauft für über zwei Milliarden Franken Avaloq. (Archivbild)
NEC kauft für über zwei Milliarden Franken Avaloq. (Archivbild)
KEYSTONE

Die in Freienbach SZ domizilierte Softwarefirma Avaloq hat einen Besitzerwechsel bekanntgegeben. Der neue Eigentümer ist der japanische IT-Konzern NEC, wie Avaloq in der Nacht auf Montag bekanntgab.

NEC habe die 100-prozentige Übernahme der Aktien von derzeitigen Avaloq-Besitzern vereinbart, hiess es weiter. Somit seien etwa auch der Ankeraktionär Warburg Pincus von ihrem Investment ausgestiegen. Der Wert der Transaktion beläuft sich laut dem Communiqué auf 2,05 Milliarden Franken.

Zuvor hatte bereits Bloomberg am Sonntag unter Berufung auf Insider von einer möglichen Avaloq-Übernahme durch NEC berichtet. Avaloq war durch einen Spin-off von Martin Ebners BZ-Gruppe hervorgegangen und beschäftigt derzeit über 2000 Mitarbeiter.

SDA

1 Kommentar
    Sacha Meier

    Ein völlig richtiger und nachvollziehbarer Entscheid. Die MINT-Zukunft des Planeten findet nun einmal nicht mehr im Westen statt. Und schon gar nicht in der Schweiz, sondern eben in Asien. Mit China als Epizentrum und Taiwan, Japan und Südkorea als Peripherie. Der Westen wird schon sehr bald, genau genommen ab 2026, nach Vollendung der Kernprogramme «Made in China 2025», OBOR/BRI und Thousand Talents gemäss Xis Planung in seinem Buch den Weg des alten Roms gehen. Bis dann muss noch alles an Technologie zu Geld gemacht werden. Danach ist es nichts mehr Wert, weil dann China die Zuteilung vornimmt. Die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes ist nun einmal genau die, welche wir mit dem EWR-Nein 1992, dem WTO-Ja 1995 und dem PFA-Ja 2005 gewählt haben: Die unantastbare Hochpreisinsel des zuwandernden Konsums. Spitzenreiter in diesem Modell einer Konsumdienstleistungswirtschaftsgesellschaft ist nun einmal die Bauwirtschaft. Gerade gestern wieder auf meinem Veloausflug nach St. Gallen gesehen: Oberhalb von Lichtensteig SG wurde am Hang innert eines Jahres gleich ein ganzes EFH-Quartier aus dem Boden gestampft. Und fast alles schon verkauft. So lange wir unsere Hochpreisinsel gegen die Angriffe der EU schützen, können wir dieses Landesgeschäftsmodell noch für gut ein Jahrhundert weiterführen. Erst ab 80…120 Mio. Einwohnern ist Schluss. Ist zwar alles nicht ganz nachhaltig, aber wen stört das schon. Wir leben im Hier und Jetzt. Carpe Diem - wussten ja schon die alten Römer.