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Auswirkungen der PandemieSchweizer Hotels beherbergen im August weniger Gäste

Die Übernachtungen im vorletzten Monat gingen gegenüber 2019 drastisch zurück. Dabei machten viele Einheimische Ferien im eigenen Land.

Die Auswirkungen des Coronavirus sind auch in der Schweizer Hotellerie zu spüren.
Die Auswirkungen des Coronavirus sind auch in der Schweizer Hotellerie zu spüren.
Foto: Martial Trezzini (Keystone/Symbolbild)

Die Schweizer Hotels verzeichneten auch im Sommermonat August weniger Übernachtungen. Die höhere Nachfrage von Schweizer Gästen konnte dabei den starken Rückgang bei ausländischen Touristen erneut nicht kompensieren.

Gegenüber dem Vorjahr gingen die Übernachtungen im August um 28,1 Prozent auf 3,2 Millionen zurück, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Im Juli hatte das BFS nur 3,4 Millionen Logiernächte gezählt, im Juni waren es noch 1,4 Millionen gewesen.

Grosse Einbrüche

Mehr als zwei Drittel der Gäste kam dabei aus der Schweiz. So stiegen die Logiernächte der inländischen Gästen im Verleich zum Vorjahr um 15,6 Prozent auf 2,2 Millionen an, während die Nachfrage der ausländischen Touristen im Juni um 60 Prozent auf insgesamt 1 Million einbrach.

Seit Anfang Jahr kumuliert sich die Anzahl Übernachtungen damit auf 16,5 Millionen Übernachtungen. Das sind 40,9 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Damit hat die Schweizer Hotellerie von Januar bis August 11,4 Millionen Übernachtungen verloren.

Randregionen profitieren

Mit dem grösseren Gewicht des heimischen Tourismus verfestigt sich im Monat August ein Bild, das sich bereits in den Vormonaten abgezeichnet hatte. Die grössten Einbussen müssen in den Sommermonaten die städtischen Zentren hinnehmen. So büssten Zürich (-77%), Genf (-75%), Luzern (-66%), Basel (-63%), Bern (-59%) klar überdurchschnittlich ein.

Profitieren konnten im Sommer dagegen einige Randregionen, die bislang nicht so stark im Fokus der touristischen Begehrlichkeiten standen. Im Kanton Graubünden verzeichnete etwa das italienischsprachige Bergell eine Zuwachsrate von beachtlichen 53 Prozent gegenüber dem Vorsommer. Auch die Unterengadiner Gemeinden Scuol, Zernez sowie das Val Müstair konnten deutlich zweistellig zulegen.

Im Tessin schwingt die Region Vallemaggia oben aus, und auch in der jurassischen Region Freiberge lagen die Übernachtungszahlen deutlich über dem Vorjahr. Zu den Gewinnern im Corona-Sommer zählen zudem Gemeinden in den Kantonen Appenzell Innerhoden und Glarus.

SDA/fal

1 Kommentar
    Felix Kuster

    Als asiatische Heerscharen von Flugzeugen Europa noch nicht besuchten waren die Sommermonate in den Städten immer schlecht. Man will das nur nicht mehr wahr haben. Dafür gat nan I'm August die Preise dwastisch gesenkt. SAS war in Allen Europ. Hauptstädten so. Wer will bei der Sommerhitze wo auch die Einheimischen dem Grossstadtpflaster entfliehen schon Ferien machen.

    Das Tessin vor allem Locarnese wurden regelrecht überrannt und machten das Lockdown mehr als wett. Sogar jetzt bei relativ schlechtem Wetter sind die Herbergen und Wohnungen top ausgelastet. Wer jetzt nicht profitierte macht grundsätzlich was falsch. Und auf die Heerscharen von Massen sollten wir schon aufgrund des Virus und vielleicht noch anderer Krankheiten sehr kritisch gegenüber stehen.