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Schweizer Handballer begeistern zum Start

Das Schweizer Nationalteam beginnt den 48. Yellow Cup stark: Gegen die Ukraine, ebenfalls EM-Teilnehmer, gewinnt sie dank einer fantastischen ersten Halbzeit 32:22.

Die Schweiz oben auf: Roman Sidorowicz (M.) setzt sich gegen die Ukrainer Dmytro Ilchenko und Olexandr Shevelev durch. (Bild: Alexander Wagner)
Die Schweiz oben auf: Roman Sidorowicz (M.) setzt sich gegen die Ukrainer Dmytro Ilchenko und Olexandr Shevelev durch. (Bild: Alexander Wagner)

«Schööön» tönte es durch die AXA Arena in Winterthur. Der Ball flog, Nik Tominec übernahm ihn im Steigen und traf. Erneut. Die Schweizer Handballer stellten ihren Trainer beim drittletzten Testspiel vor der EM-Endrunde, die für sie am Freitag in Göteborg gegen Schweden beginnt, vollauf zufrieden. «Das war sehr gut», bilanzierte Michael Suter nach dem 32:22 vor 1300 Zuschauern, die sich am Geschehen auf dem Feld erfreuten.

Suters Mannschaft begann höchst konzentriert und legte eine erste Halbzeit hin, die nicht so manchem Team gegen diesen Gegner gelingt, der sich doch immerhin auch für die EM-Endrunde qualifiziert hat. Von den 26 Angriffen wurden nur gerade 6 nicht verwertet, was zu einer aussergewöhnlich hohen Erfolgsquote von 77 Prozent führte. Daran ihren Anteil hatten alle Feldspieler – und die Torhüter. Nikola Portner stoppte die ersten drei Bälle und kam auf neun Paraden in der ersten Halbzeit, Aurel Bringolf begann in Hälfte 2 auch mit fünf Paraden in Folge. Nach 37 Minuten führte die Schweiz 25:12.

Entwarnung bei Schmid

Eigentlich war da nur etwas, das Sorgen bereitete: Andy Schmids Gesundheit. Der Spielmacher ging nach 16 Minuten vom Feld und liess sich am linken Oberschenkel pflegen. «Nichts Schlimmes», befand Suter. «Ich wollte ihn ohnehin auswechseln.» Schmids Oberschenkelmuskulatur hatte «leicht zugemacht», wie es im Jargon heisst. Der Spielmacher blieb draussen. Vor allem zur Schonung, denn die Verletzung sollte Schmids EM-Teilnahme nicht gefährden.

Suter wollte in diesem Match allen Leuten Einsatzzeit geben. Bereits in der ersten Hälfte waren alle 15 Feldspieler im Einsatz. Dass das ohne Rhythmus- und Leistungseinbruch ablief, ist höchst erstaunlich.

Roman Sidorowicz zeigte eine grossartige und variantenreiche erste Halbzeit, Lenny Rubin kam ebenfalls auf sechs Tore. Luka Maros übernahm die Position von Schmid und erledigte seinen Job lange Zeit sehr gut.

Die Schweizer griffen so gut an, dass die Ukrainer ihre drei Goalies bereits in der ersten Halbzeit durchgewechselt hatten – wegen Erfolglosigkeit. In Suters Team durfte für die letzten zwölf Minuten sogar noch die Nummer 3 ins Tor, der erst 19-jährige Leonardo Grazioli. Er bekam noch die eine oder andere Chance, sich auszuzeichnen. Denn in der zweiten Hälfte fiel die Auswertung der Schweizer Angriffe auf 50 Prozent zusammen. «Aber wir haben die Halbzeit dennoch gewonnen», war es Suter wichtig festzuhalten.

Tunesiens letzte 15 Minuten

Heute (20.15) treffen die Schweizer auf den Titelverteidiger aus Tunesien, am Sonntag auf die Niederlande. Der WM-Zwölfte gewann sein Startspiel gegen die EM-Neulinge aus den Niederlanden 30:29. Eine Viertelstunde vor Schluss lagen die Afrikaner noch mit fünf Toren zurück. Im Gegensatz zu Hollands Goalies, die keinen Ball mehr hielten, wurde Tunesiens bald 39-jähriger Torhüter Makrem Missaoui zum Matchwinner. Die Kadetten-Spieler kennen ihn, in der Gruppenphase der Champions League absolvierten sie zwei Partien gegen Dinamo Bukarest, wo Missaoui unter Vertrag ist.

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