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Bahnbrechende StudieSchweizer Forscher machen aus Biomasse Chemikalien «am Fliessband»

Holzabfälle sind eine hervorragende Alternative zu Rohöl. Sie liefern Grundstoffe für Medikamente, Plastik sogar Düsentreibstoff.  (Symbolbild)

SDA

7 Kommentare
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    Sacha Meier

    Ich fürchte, die ETH hat das Rad neu erfunden. Holz, Gestrüpp und sonstige Biomasse ist ein Rohstoff, aus dem auf vielfältige Weise chemische Substanzen via Fermentation synthetisiert werden können. Und wo es Sinn macht wird es längst getan. So kommt etwa «grünes» Vanillin längst aus Holz - statt aus Erdöl. Bioabbaubare Kunststoffe lassen sich so ebenfalls gewinnen. Sogar Fasern für kompostierbare Kleider. Auch lässt sich solche Biomasse zusammen mit Wasserdampf und etwas Methan bei Luftabschluss, hohem Druck und Temperaturen in eine Art synthetisches Erdöl verwandeln, aus dem dann alle möglichen und unmöglichen Alkane mittels fraktionierter Destillation gewonnen werden können. Die Biovergasung von Biomasse liefert direkt Methan, das als Treib-, oder Brennstoff genutzt werden kann. usw. Der eine Haken an der Sache ist, dass zur Befriedigung des Bedarfs die verfügbare Biomasse bei weitem nicht ausreicht. Also wird für den grosstechnisch-industriellen Bereich weiterhin Erdöl als Ausgangsstoff genutzt werden. Der zweite Haken ist, dass wir in unseren modernen, postindustriellen Konsum- und Dienstleistungswirtschaftsgesellschaften die Fertigung von Basischemikalien längst den Chinesen und Indern überlassen haben. Wo nicht ganz spezifische Substanzen (z.B. Medikamentenwirkstoffe) benötigt werden, wird auf konventionelle Synthese, statt Fermentation gesetzt. Bakterien arbeiten nämlich auch nicht gratis. Sie benötigen Prozesswärme und holen sich ihre Nahrung oft aus den Edukten.