Zwei Freiburger sterben bei Flugzeugabsturz in der Waadt

Am Mittwochabend ist im Gebiet von St-Légier ein Privatflugzeug mit zwei Personen an Bord verunglückt.

Oberhalb des Genfersees ist das Flugzeug verunglückt.

Oberhalb des Genfersees ist das Flugzeug verunglückt. Bild: Laurent Gillieron/Keystone

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Der Absturz eines Kleinflugzeuges in der Nähe von St-Légier im Kanton Waadt hat zwei Todesopfer gefordert. Nach Angaben der Kantonspolizei Waadt handelt es sich bei den Opfern um zwei Männer aus dem Kanton Freiburg im Alter von 64 und 71 Jahren.

Das einmotorige Kleinflugzeug des Typs Piper Archer PA-28 war am Mittwochabend von Ecuvillens FR in Richtung Sitten VS unterwegs. Beim Rückflug in den Kanton Freiburg stürzte die Maschine aus noch ungeklärten Gründen in unwegsames Gelände unweit des Skigebiets Les Pléiades ab, wie die Kantonspolizei Waadt am Donnerstag mitteilte.

Unter der Wucht des Aufpralls wurden die beiden Insassen mehrere Dutzend Meter weit weg geschleudert und starben auf der Stelle. Bislang konnte nicht festgestellt werden, welcher Insasse das Flugzeug geflogen hat.

An der Absturzstelle lagen die Trümmer des Flugzeugs weit verstreut, wie Bilder der Nachrichtenagentur Keystone-SDA zeigen. Offenbar handelt es sich bei der Maschine um ein Flugzeug der in Ecuvillens FR stationierten Fluggruppe Freiburg.

Ortung durch Luftwaffe und Rega

Laut den Polizeiangaben war die Maschine um 19.30 Uhr auf dem Flugplatz von Ecuvillens gestartet. Etwa eine Stunde später verschwand das Kleinflugzeug vom Radar. Beiden Flugzeuginsassen, beide im Besitz eines Pilotenscheins, reagierten nicht mehr auf Funkrufe.

In Zusammenarbeit mit der Luftwaffe konnte die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega das verunfallte Kleinflugzeug orten, wie das Verteidigungsdepartement (VBS) mitteilte. Der Alarm ging bei der Schweizer Luftwaffe in Dübendorf kurz vor 21 Uhr ein. Kurz zuvor hatten die F/A-18 der Luftwaffe die Luftraumüberwachung über Davos beendet.

Im Landeanflug auf den Militärflugplatz Payerne VD wurde eine Maschine beauftragt, eine präzise Peilung des Notsenders der abgestürzten Maschine vorzunehmen. Mit den vom Kampfjet erhaltenen Koordinaten und in Zusammenarbeit mit der Einsatzzentrale der Rega wurden ein in Alpnach OW stationierter Helikopter der Armee sowie ein in Interlaken BE stationierter Rettungshelikopter der Rega zur Suche losgeschickt.

Kurz nach 22.00 Uhr wurde das verunfallte Kleinflugzeug in einem Waldstück an einem steilen Hang in der Nähe des Skigebiets Les Pléiades gefunden und die Rega konnte die Bergung der Opfer vornehmen.

Untersuchung in Payerne

Die Unfallursache war zunächst unklar. Die Waadtländer Staatsanwaltschaft leitet eine strafrechtliche Untersuchung ein. Diese wird anschliessend von der Bundesanwaltschaft übernommen.

Das Flugzeugwrack wird nach der Bergung auf den Flugplatz Payerne gebracht und dort von Spezialisten der Schweizerischen Unfalluntersuchungsstelle (Sust) untersucht werden.

Die Piper PA-28 ist ein sehr populärer Flugzeugtyp. Er gehört mit über 37'000 Exemplaren zu den meistgebauten Flugzeugen überhaupt.

(red/sda)

Erstellt: 23.01.2020, 07:20 Uhr

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