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In SBB-Speisewagen geht der Wein aus

Die Elvetino-Minibar in den SBB-Zügen kämpft mit Lieferproblemen. Wein- und Speisekarte werden umfassend umgestellt.

Der Elvetino geht der Wein aus: Die SBB-Tochter kämpft mit Lieferschwierigkeiten. Blick in einen neuen Speisewagen der SBB. (28. September 2016)
Der Elvetino geht der Wein aus: Die SBB-Tochter kämpft mit Lieferschwierigkeiten. Blick in einen neuen Speisewagen der SBB. (28. September 2016)
Walter Bieri, Keystone
Die SBB will die Bahngastronomie neu positionieren.
Die SBB will die Bahngastronomie neu positionieren.
Walter Bieri, Keystone
Mit den neuen Doppelstockzügen werden weitere zusätzliche Restaurant-Wagen auf den Schweizer Schienen unterwegs sein. Ein neuer «Dosto» fährt vor dem Berner Lorrainequartier durch. (11. Mai 2017)
Mit den neuen Doppelstockzügen werden weitere zusätzliche Restaurant-Wagen auf den Schweizer Schienen unterwegs sein. Ein neuer «Dosto» fährt vor dem Berner Lorrainequartier durch. (11. Mai 2017)
Alessandro della Valle, Keystone
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Wer sich im Zug nach getaner Arbeit ein Gläschen Wein gönnen möchte, muss damit rechnen, dass der Kellner im Speisewagen sagt: «Tut mir leid, ich bin ausgeschossen.» Denn die SBB-Tochter Elvetino kämpft mit Lieferschwierigkeiten, wie die «Aargauer Zeitung» berichtet.

Derzeit werde die Speisekarte umgestellt. Zudem gibt es «umfangreiche Änderungen im Bereich des Weinausschanks», wie SBB-Sprecher Christian Ginsig der Zeitung sagt. Er bestätigt, dass es zu Problemen beim Nachschub gekommen ist. Einzelne Weine würden bewusst nicht mehr nachbestellt, was zu Leerständen in den Zügen führen könne.

Wein von Mövenpick

Die Weinkarte werde komplett umgestellt. Zusammen mit dem Lieferanten Mövenpick werde erstmals auch Wein im Offenausschank angeboten – je ein weisser und ein roter. Dazu wird es neben den kleinen Fläschchen auch 0,75-Liter-Flaschen geben. Die Kunden sollen sich über ein «deutlich ausgebautes und internationales Weinsortiment freuen» können, sagt Ginsig zur «Aargauer Zeitung». Diese berichtet von chaotischen Verhältnissen in der Logistik von Elvetino.

Im August hatte die SBB über die Freistellung des Elvetino-CEOs Wolfgang Winter informiert. Das Vertrauensverhältnis sei nicht mehr gegeben gewesen. In einer Mitteilung sprach das Unternehmen von «massiven Vorwürfen» gegen Winter und einem Fall von «Compliance».

Gipfeli von Hiestand

Erst gestern ist bekannt geworden, dass die SBB statt auf regionale Bäcker neu auf einen einzigen Brot- und Gipfeli-Lieferanten setzen. Die Backwaren kommen neu von Hiestand und werden per Kurier von Zürich nach Genf oder Brig gefahren, wie «20 Minuten» berichtete.

Zuvor brachten regionale Bäckereien während Jahren frühmorgens die Gipfeli in die SBB-Depots zu den Speisewagen. Die Verträge mit ihnen wurden nicht mehr verlängert. «Elvetino war es aus Qualitätsgründen ein Anliegen, in allen Speisewagen die Backwaren nach einheitlichen Standards anbieten zu können», sagt Ginsig.

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