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Haftbefehl gegen nach Genf geflohene Katalanin

Spanien hat die Festnahme Anna Gabriels angeordnet. Die ehemalige Parlamentarierin floh aus Angst vor einem unfairen Prozess in die Schweiz.

Spanien hat ihre Festnahme angeordnet: Anna Gabriel an einem Event in Madrid am 28. September 2017.
Spanien hat ihre Festnahme angeordnet: Anna Gabriel an einem Event in Madrid am 28. September 2017.
Toni Albir, Keystone

Der Oberste Gerichtshof in Spanien hat einen Haftbefehl gegen die in die Schweiz geflohene ehemalige Abgeordnete des katalanischen Parlaments, Anna Gabriel, erlassen.

Das Gericht ordnete die Festnahme Gabriels an, die zu einer Anhörung am Mittwoch nicht erschienen war, wie ein Sprecher mitteilte. Der Haftbefehl gelte nur auf «nationaler» Ebene.

Gegen Gabriel wird wegen ihrer Rolle bei den Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens ermittelt. Die ehemalige Abgeordnete der Linkspartei Kandidatur der Volkseinheit (CUP) hatte sich kurz vor der Anhörung nach Genf abgesetzt, weil sie in ihrer Heimat keinen fairen Prozess erwartete.

Vier Politiker bereits in Untersuchungshaft

«Ich werde nicht nach Madrid fahren», hatte sie der Westschweizer Zeitung «Le Temps» vom Dienstag gesagt. «Ich werde wegen meiner politischen Aktivitäten gesucht, und die Staatspresse hat mich bereits für schuldig erklärt.» Nun weilt sie in Genf.

Neben Gabriel haben sich auch Ex-Regionalpräsident Carles Puigdemont und vier Ex-Minister der Regionalregierung ins Ausland abgesetzt. Gegen Puigdemont und seine Ex-Minister, die sich in Belgien aufhalten, liegt in Spanien ein Haftbefehl vor.

Vier führende Vertreter der Unabhängigkeitsbewegung sind schon seit Herbst in Spanien in Untersuchungshaft, darunter der ehemalige Vize-Regionalpräsident Oriol Junqueras.

SDA/sep

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