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Ein Sieg der Trägheit

Dass den Grünen ein Bundesratssitz vorerst verwehrt bleibt, ist kein Skandal. Beelendend sind aber die Argumente, mit denen man ihren Anspruch abschmetterte.

MeinungFabian Renz
Der Bundesrat wird vereidigt wie gehabt. Foto:Keystone
Der Bundesrat wird vereidigt wie gehabt. Foto:Keystone

Schönreden ist zwecklos: Regula Rytz, die grüne Bundesratskandidatin, hat den erhofften Achtungserfolg verpasst. Sie erhielt nur 82 Stimmen von der Vereinigten Bundesversammlung (zum Wahlticker), obwohl alleine die Fraktionen der SP und der Grünen zusammen 83 Mitglieder stellen. Mit mehr Entschlossenheit, smarterem Lobbying und vielleicht auch einer weniger polarisierenden Kandidatin hätten die Grünen wohl besser abschneiden können – und damit zumindest etwas Schwung für kommende Gelegenheiten gewonnen. Stattdessen scheint ein Einzug der «ökologischen Kräfte» in den Bundesrat in weite Ferne gerückt, trotz ihrem Sieg in den Parlamentswahlen vom 20. Oktober.

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