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Die Migros fällt auf alten Aprilscherz herein

Hühner würden dank Randen- und Bärlauch-Futter farbige Eier legen, schrieb die «Aargauer Zeitung» am 1. April 2015. Das Kochmagazin «Migusto» schreibt es auch – in seiner neusten Ausgabe.

April 2015: Bauer Beat Küng erzählt der AZ, dass er seine Hühner mit Bärlauch und Randen füttert, damit sie farbige Ostereier produzieren.
April 2015: Bauer Beat Küng erzählt der AZ, dass er seine Hühner mit Bärlauch und Randen füttert, damit sie farbige Ostereier produzieren.
AZ Aargauer Zeitung/Dominic Kobelt
Das Migros-Magazin «Migusto » nahm den Aprilscherz von Bauer Küng ernst.
Das Migros-Magazin «Migusto » nahm den Aprilscherz von Bauer Küng ernst.
AZ Aargauer Zeitung/Dominic Kobelt
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«Die Medien schwindeln uns etwas vor. Fake-News ist vermutlich der beste Begriff, den ich jemals erfunden habe.» Das sagte kein Geringerer als US-Präsident Donald Trump.

Nun, Trump mag sich damit brüsten, den Begriff Fake-News erfunden zu haben. Aber Falschnachrichten gibt es schon seit geraumer Zeit. Zum Beispiel jeweils am ersten April. Die Redensart «in den April schicken» tauchte erstmals in Bayern vor genau 400 Jahren auf und der Begriff Aprilscherz ist spätestens seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts jedem ein Begriff.

Ungewöhnliche Nachrichten am 1. April werden also in der Regel kritisch hinterfragt. Aber eben: Trotz der Bekanntheit des Datums fallen immer wieder Menschen oder Firmen auf den Schabernack hinein. Jüngstes Opfer ist die Migros – oder genauer gesagt das Kochmagazin «Migusto».

Die perfekte Aprilscherz-Geschichte

Vor drei Jahren kontaktierte der Bauer Beat Küng aus Muri AG die «Aargauer Zeitung» und meinte: «Weil ich meinen Hühner Randen und Bärlauch verfüttere, gibt es rote und grüne Eier.» So lasse sich das Färben der Eier zu Ostern umgehen. Die passende Aprilscherz-Geschichte.

Und obwohl die «Aargauer Zeitung» ganz am Schluss in kursiver Schrift schreibt «Liebe Leserinnen und Leser, bei diesem Text handelt es sich um einen Aprilscherz», fallen immer noch Leute auf den Aprilscherz rein – jetzt auch die Redaktoren des Kochmagazins.

Pünktlich zu Ostern widmet sich das Magazin den Essgenüssen rund um das Fest. Dazu gehören auch Eier, am besten gefärbte Eier. Will man sich das Kolorieren der Eier aber sparen, so schlägt «Migusto» einige Tipps und Tricks vor. Zum Beispiel kann man sich Eier von Araucana-Hühner besorgen. Die sollen laut dem Magazin «bezaubernde hellgrüne bis türkisfarbene» legen.

Oder, eben, man macht es wie der Bauer aus Muri: «Eine andere Möglichkeit, von Hühnern farbige Eier zu bekommen, hat der Aargauer Beat Küng entdeckt: Er verfüttert seinen Hühnern Randen und Bärlauch. Die Vögel danken es ihm mit rotvioletten und grasgrünen Eiern.»

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