Zum Hauptinhalt springen

Chinese stirbt am Eiger – VBS nimmt Stellung

Ein 42-jähriger Chinese ist am Eiger tödlich verunglückt. Die Vermutung, das Vorbeifliegen eines Militärflugzeugs habe den Steinschlag ausgelöst, dementieren die Behörden.

Gruppenführer Conway Leung Nim-ho stellt Aufnahmen seiner Bergtouren ins Netz: Drohnenaufnahme auf dem Breithorn.
Gruppenführer Conway Leung Nim-ho stellt Aufnahmen seiner Bergtouren ins Netz: Drohnenaufnahme auf dem Breithorn.
Screenshot: Facebook
Möglicherweise hat ein vorbeifliegendes Militärflugzeug den Steinschlag am Eiger ausgelöst: Aufnahme auf dem Breithorn.
Möglicherweise hat ein vorbeifliegendes Militärflugzeug den Steinschlag am Eiger ausgelöst: Aufnahme auf dem Breithorn.
Screenshot: Facebook
Der Unfall forderte ein Todesopfer, der Gruppenführer wurde am Bein verletzt: Aussicht vom Schilthorn Richtung Eiger, Mönch und Jungfrau.
Der Unfall forderte ein Todesopfer, der Gruppenführer wurde am Bein verletzt: Aussicht vom Schilthorn Richtung Eiger, Mönch und Jungfrau.
Keystone
1 / 3

Ein 42-jähriger Mann aus China ist letzten Donnerstag tödlich an Südhang des Eigers verunglückt. Er war in einer Gruppe von insgesamt vier Leuten unterwegs, als er von einem Steinschlag getroffen wurde.

Der Gruppenführer, Conway Leung Nim-ho, erlitt Verletzungen am Bein. Auf Nachfrage der Medien meinte er, er wäre ok. Gegenüber der «South China Morning Post» schildert er, dass kurz vor dem Steinschlag militärische Kampfjets sehr tief am Berg vorbei geflogen seien. Kurz danach passierte das Unglück: «Ich bin vorangegangen und als ich zurückschaute, sah ich, wie Schnee und Geröll auf uns runterfielen». Die beiden anderen Männer der Gruppe blieben unverletzt.

Möglicher Auslöser

Dass das Vorbeifliegen von Militärkampfjets einen Steinschlag auslöst, kann durchaus möglich sein. Es müsse untersucht werden, wie gross die seismische Erschütterung oder auch mögliche Druckwellen beim Vorbeifliegen eines Jets sind, wie Dr. Axel Volkwein von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) gegenüber dem «Blick» sagt. Auch spiele die Distanz zwischen Berg und Flugzeug eine Rolle.

Dass tatsächlich ein Transportflugzeug der Schweizer Armee an jenem Tag in der Gegend unterwegs war, hat eine Sprecherin der Schweizer Luftwaffe der Zeitung bestätigt.

Keine Kampflugzeuge zum Unfallzeitpunkt

Nun hat sich das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) zum Vorfall geäussert. Der Unfall habe sich laut Staatsanwalt um 12:45 Uhr ereignet. Zwischen 11:50 Uhr und 13:30 Uhr seien keine Kampfflugzeuge in der Luft gewesen.

Demnach schliesst das VBS die These aus, dass der Steinschlag durch ein vorbeifliegendes Flugzeug der Schweizer Armee ausgelöst wurde.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch