Berset äussert sich in Davos zu Virusausbreitung

Der Schweizer Gesundheitsminister nahm am WEF das Thema Coronavirus auf.

«Wir sind sehr gut vorbereitet»: Alain Berset in Davos im Gespräch mit WEF-Teilnehmern. Foto: Keystone

«Wir sind sehr gut vorbereitet»: Alain Berset in Davos im Gespräch mit WEF-Teilnehmern. Foto: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Alain Berset sagte am Mittwoch vor den Medien, dass die Schweiz die Situation sehr genau verfolge. «Wir sind sehr gut vorbereitet.»

Berset traf im Rahmen seines Aufenthalts am Weltwirtschaftsforum unter anderem den Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, wie er vor den Medien sagte. Die Schweiz habe dabei bei der Bekämpfung des Coronavirus ihre Hilfe angeboten – «wir helfen, wo wir helfen können», sagte Berset.

Aktionsplan liegt bereit

Während der grossen Ebola-Epidemie im Jahr 2014 hatte die Schweiz verschiedentlich Hilfeleistungen erbracht. In Genf war beispielsweise der erste Schweizer Ebola-Patient behandelt worden. Der 43-jährige kubanische Arzt, der sich in Sierra Leona mit dem Ebola-Erreger infiziert hatte, konnte danach geheilt wieder nach Hause zurückfliegen. Zudem testeten die Universitätsspitäler Genf und Lausanne einen Ebola-Impfstoff.

Wie die Schweizer Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus aussehen könnte, führte Bundesrat Berset nicht aus. Er sagte: «Wir stehen zur Verfügung.» In der Schweiz selbst existiere für solche Ereignisse ein Aktionsplan. Dieser werde umgesetzt, sollte sich die Situation weiterentwickeln.

Davos als internationales Zentrum

In Davos unternahm Bundesrat Berset nach eigenen Angaben weitere Anstrengungen auf internationaler Ebene, damit die allgemeine Gesundheitsversorgung in Notsituationen gewährleistet ist. Auch das Thema Gesundheitsdaten sei in verschiedenen bilateralen Treffen angesprochen worden.

Berset bezeichnete das WEF in Davos als Zentrum der internationalen Gesundheitspolitik. So viele Akteure in so kurzer Zeit zu treffen, sei sonst nur in Genf und New York möglich. Auch seine achte Teilnahme als Bundesrat sei sehr positiv verlaufen.

«Nun müssen Taten folgen»

Berset traf in Davos beispielsweise den brasilianischen Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta und den niederländischen Amtskollegen Bruno Bruins. Zusammen mit Verteidigungsministerin Viola Amherd führte er zudem Gespräche mit Phumzile Mlambo-Ngcuka, der Direktorin der UNO-Frauenorganisation.

Dabei sei es um Gleichstellung, Lohngleichheit und häusliche Gewalt gegangen – «alles Themen, die den Bundesrat sehr beschäftigen». Für diese Herausforderungen lägen in der Schweiz Lösungen auf dem Tisch, sagte Berset. «Nun müssen Taten folgen.» (cpm/sda)

Erstellt: 22.01.2020, 15:30 Uhr

Artikel zum Thema

Coronavirus aus China gelangt in die USA

Bereits sechs Personen sind durch den Sars-ähnlichen Erreger gestorben. Inzwischen ist bestätigt, dass eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich ist. Mehr...

Apple-Lieferant ergreift Massnahmen gegen Virus

An vom Coronavirus ausgelösten Atemwegserkrankungen sind in China bereits neun Menschen gestorben. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Blog

Kommentare