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Armee findet Tierpornos in ihrem IT-System

Aus Langeweile hat ein Beamter während der Arbeitszeit illegale Pornos konsumiert. Trotzdem erhält er eine Entschädigung.

Sicherheitsrisiko: Die Cyber-Sicherheitseinheit hat das Material entdeckt.
Sicherheitsrisiko: Die Cyber-Sicherheitseinheit hat das Material entdeckt.
Keystone

Ein Beamter hat während seiner Arbeitszeit Pornobilder angeschaut. 8000 waren es an der Zahl. Wie die «Schweiz am Wochenende» schreibt, waren darunter 110 Bilder, die Sexszenen mit Tieren zeigten. Eine Cyber-Sicherheitseinheit hat die Aufnahmen im IT-System entdeckt. Für die Armee ist dies laut Abklärung nicht nur ein Reputationsschaden, sondern auch ein Sicherheitsrisiko.

Der Spezialist der Logistikabteilung gab als Grund Langweile im Job – auch Boreout genannt – an. Der 60-Jährige war über 30 Jahren beim Bund tätig. Zuletzt war er für die Logistik von versteckten Waffenplätzen in den Alpen zuständig. Bis 10 Uhr morgens sei diese Arbeit erledigt gewesen – es blieb also genügend Zeit für «dumme Ideen».

Die Armee hat den Mann sofort freigestellt. Erst nach vier Monaten flatterte jedoch die Kündigung ins Haus. Man wollte dem Mann rückwirkend per sofort entlassen. Ein Fehler, der dem Pornobilder-Konsument 80'000 Franken Entschädigung einbrachte. Der 60-Jährige hat sich erfolgreich vor Gericht dagegen gewehrt. Nach so langer Zeit hätte ihm die Armee ordentlich kündigen müssen, so das Urteil der Richter.

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