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Affäre Villiger: Untersuchung wegen Amtsgeheimnisverletzung

Die Luzerner Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung wegen Amtsgeheimnisverletzung gegen den Zuger Regierungsrat eingeleitet.

Dem wiedergewählten Zuger Regierungsrat Beat Villiger droht erneut Ungemach. (Archiv)
Dem wiedergewählten Zuger Regierungsrat Beat Villiger droht erneut Ungemach. (Archiv)
Urs Flüeler, Keystone

Am 1. Oktober war der Zuger Sicherheitsdirektor Beat Villiger (CVP) in die Schlagzeilen geraten, weil er einer Frau ein Auto ausgeliehen hatte, obwohl diese keinen Fahrausweis besass. Ausserdem wurde der Vorwurf der Urkundenfälschung erhoben. Die Luzerner Staatsanwaltschaft hatte daraufhin ein Verfahren geführt, dieses jedoch eingestellt.

Nach der Veröffentlichung der Informationen zum Verfahren in den Medien habe man am 10. Oktober eine Untersuchung gegen unbekannt eingeleitet, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Dienstag auf Anfrage. Dabei gehe es um den Vorwurf der Amtsgeheimnisverletzung. Er bestätigte damit eine Meldung des Onlineportals «Zentralplus».

Man habe bereits vor der Veröffentlichung Hinweise auf ein mögliches Delikt gehabt und in der Folge Abklärungen bezüglich Zuständigkeit eingeleitet.

Viele wussten vom Verfahren

Verschiedene Mitarbeiter innerhalb der Luzerner Staatsanwaltschaft, der Luzerner Polizei sowie der Strassenverkehrsämter Luzern und Zug hatten Kenntnis vom Verfahren gegen den 61-Jährigen. Um wie viele Personen es sich handelte, ist laut dem Sprecher «komplett offen und muss geklärt werden». Die Information könnte auch von ausserhalb der Verwaltung stammen.

Villiger war am 7. Oktober trotz der Enthüllungen als Regierungsrat wiedergewählt worden. Er erzielte das drittbeste Resultat, nahm sich zuerst aber eine Bedenkzeit, bevor er am 18. Oktober schliesslich die Wahl annahm.

SDA/nag

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