Ex Fechterin Hablützel-Bürki soll für SVP ins Stöckli

Die erfolgreichste Schweizer Fechterin und heutige Grossrätin soll den frei werdenden Ständeratssitz von SP-Frau Anita Fetz erobern.

Ihre Kandidatur rief Reaktionen anderer Parteien hervor:  Gianna Hablützel-Bürki anlässlich einer Fotosession. (Archiv)

Ihre Kandidatur rief Reaktionen anderer Parteien hervor: Gianna Hablützel-Bürki anlässlich einer Fotosession. (Archiv) Bild: Walter Bieri/Keystone

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Die baselstädtische SVP schickt mit Gianna Hablützel-Bürki eine ehemalige Profifechterin und mehrfache «Basler Sportlerin des Jahres» ins Rennen um den Ständeratssitz. Die Grossrätin soll den frei werdenden Sitz von SP-Frau Anita Fetz erobern.

Hablützel-Bürki wurde am Donnerstagabend von ihrer Kantonalpartei offiziell nominiert. Am gleichen Anlass bestimmte die baselstädtische SVP ihre Kandidierenden für die Nationalratswahlen, wie es in einer Mitteilung heisst.

Hablützel-Bürki ist seit 2016 Mitglied des Grossen Rates und vertritt die SVP in der Regiokommission und Disziplinarkommission. Ihre politischen Schwerpunktthemen sind nach eigenen Angaben die Sicherheits- und Verkehrspolitik.

In ihrer früheren Karriere als Spitzensportlerin hat sie unter anderem zwei Mal Silber an den Olympischen Sommerspielen in Sydney gewonnen und ist damit die erfolgreichste Schweizer Fechterin aller Zeiten.

Die Kandidatur rief eine prompte Reaktion hervor: BDP, CVP, FDP, GLP und LDP äusserten sich in einem gemeinsamen Communiqué enttäuscht über die SVP-Kandidatur. Die Spitze der SVP wähle «offensichtlich den Weg der Konfrontation», schrieben sie.

Die Einladung, mit allen Parteien aus dem nichtlinken politischen Lager die gemeinsame Kandidatin Patricia von Falkenstein (LDP) zu unterstützen, habe die SVP leider nicht angenommen. Mit diesem Vorgehen erhöhten sich die Wahlchancen der SP-Kandidatur – für die SP steigt Regierungsrätin Eva Herzog in den Ständeratswahlkampf. (nag/sda)

Erstellt: 09.05.2019, 22:41 Uhr

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