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Polizei ermittelt nach Grossbrand in Horn TG in alle Richtungen

Aus den Brandruinen auf dem Areal der ehemaligen Textilfabrik Raduner in Horn TG ist am Dienstag immer wieder Rauch aus den Glutnestern aufgestiegen. Die Feuerwehr blieb den ganzen Tag vor Ort. Brandermittler suchten nach Spuren zur Klärung der Brandursache.

Löscharbeiten auf dem Raduner-Areal in Horn TG am Montag. Auch am Dienstag musste die Feuerwehr noch den ganzen Tag immer wieder Glutnester löschen. (Bild: KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Löscharbeiten auf dem Raduner-Areal in Horn TG am Montag. Auch am Dienstag musste die Feuerwehr noch den ganzen Tag immer wieder Glutnester löschen. (Bild: KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Keystone

Die Polizei ermittle "in alle Richtungen", sagte Matthias Graf, Mediensprecher der Thurgauer Kantonspolizei, auf Anfrage. Als Brandursache in Frage kommen ein elektrischer Defekt, ein Unfall - zum Beispiel durch eine 1.-August-Rakete - oder Brandstiftung. Die Polizei erliess einen Zeugenaufruf. Zur Schadenhöhe waren keine Angaben erhältlich. Die Lösch- und Aufräumarbeiten wurden vom kantonalen Amt für Umwelt beobachtet. Probleme für die Umwelt gebe es nicht, sagte der stellvertretende Amtsleiter, Martin Eugster, der Nachrichtenagentur sda. Im nahen Bodensee und in zwei Bächen seien keine schädlichen Stoffe festgestellt worden. Sensible Lage am See Die Lage des Brandplatzes nahe am Bodensee sei sensibel, erklärte Eugster. Die Feuerwehr habe zum See hin Sperren errichtet. Dass der Boden des Areals zum Teil kontaminiert sei, bedeute kaum eine Gefahr. Der Boden sei undurchlässig und eine Freisetzung von giftigen Stoffen über das Grundwasser praktisch auszuschliessen. Zur Brandbekämpfung hatte die Feuerwehr am Montag eine grosse Menge Löschwasser eingesetzt. Drei Armeehelikopter standen mehrere Stunden lang im Einsatz und schütteten rund 450'000 Liter Wasser auf die fünf brennenden Lagerhallen. Auch während der Nacht auf Dienstag musste die Feuerwehr immer wieder Glutnester löschen. Benachbarte Gebäude gerettet Laut Polizeisprecher Matthias Graf gelang es den gut 200 Feuerwehrleuten, die benachbarten Gebäude vor dem Übergreifen der Flammen zu schützen. Einzig die Liegenschaft einer Dentalfirma sei leicht beschädigt worden. In den fünf Hallen, die durch den Brand zerstört wurden, war unter anderem ein Brockenhaus untergebracht. Die Gebäude hätten demnächst abgerissen werden sollen. Eine geplante neue Überbauung des Areals der 1989 stillgelegten Textilfabrik Raduner wurde aber durch Rechtsverfahren wegen der Sanierung der Industriebrache blockiert.

SDA

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