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Paar schmiedete Terrorpläne gegen Schweiz

Zwei IS-Sympathisanten hegten offenbar Terrorpläne gegen die Schweiz. Eine Zugentgleisung und ein Anschlag auf einen Nachtclub wurden diskutiert.

«10vor10» konnte mit der Kolumbianerin (rechts) sprechen.
«10vor10» konnte mit der Kolumbianerin (rechts) sprechen.
Screenshot SRF

Im November 2017 wurden bei Razzien zehn Terrorverdächtige verhaftet, die Frankreich als Anschlagsziel im Visier hatten. Recherchen von «10vor10» zeigen nun aber, dass ein dabei inhaftiertes Paar auch die Schweiz angreifen wollte.

Der Hauptverdächtige sitzt in Frankreich in Haft, seine Partnerin – eine 23-jährige Kolumbianerin – befindet sich derzeit in der Schweiz in Ausschaffungshaft. Sie beide hatten Kontakt zum IS, heisst es im Bericht weiter. Die Kolumbianerin gibt während eines Verhörs zu, mit ihrem Partner über Anschläge auf die Schweiz diskutiert zu haben. Etwas Konkretes geplant hätten sie aber nicht.

Anschlag auf Zug und Nachtklub

Trotzdem hatten die beiden Inhaftierten klare Vorstellungen davon, wie der Anschlag aussehen könnte. Gesprochen hätten sie etwa über einen Zugentgleisung. Die Kolumbianerin begründet dies damit, dass dann viele Menschen unterwegs sind.

Auch haben sie über einen Anschlag auf einen bekannten Nachtclub in Lausanne gesprochen. Dort, so die Frau, werde viel Alkohol und Drogen konsumiert. Zudem fänden am Sonntag jeweils Veranstaltungen für Homosexuelle statt.

Die Kolumbianerin spricht im Bericht von ihrem Hass auf Andersgläubige. Gegen ihre Ausschaffung habe sie Rekurs eingelegt. Laut einem Terrorexperten sei eine solche Bedrohung sehr ernst zu nehmen. Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) hatte die Gespräche des Paares abgehört und bezeichnete diese als «konkrete und präzise Diskussionen».

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