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Intendant des Theaters Basel nervt Kritik aus der freien Szene

Andreas Beck, der neue Intendant des Theaters Basel, nervt es, wenn die freie Theaterszene dem Subventionstheater mangelnde Flexibilität vorwirft. Stadttheater, sagt er, seien wie ein Dach - da sage sich nicht mal der begabteste Hobby-Handwerker "das kann ich selber".

Andreas Beck - hier an der Programm-Medienkonferenz im Mai - ist zuversichtlich, das Theater Basel in Schwung bringen zu können (Archiv).
Andreas Beck - hier an der Programm-Medienkonferenz im Mai - ist zuversichtlich, das Theater Basel in Schwung bringen zu können (Archiv).
Keystone

Mussorgskis Oper "Chowanschtschina" etwa, die derzeit in Basel geprobt wird, könnte keine freie Compagnie stemmen. "In der letzten Szene stehen über hundert Personen auf der Bühne!", kündigte der 50-Jährige der "SonntagsZeitung" im Interview an. Bei der Kultur zu sparen, wie es der Kanton Basel will, hält er für unklug: "Sie macht nur einen Promillebereich des Gesamtbudgets aus". Und mit einem leicht windschiefen Bild: "Wenn das Tafelsilber einmal zerschlagen ist, ist es weg". Dass die Auslastung des Theaters Basel auf 61 Prozent gesunken ist, bereitet Beck keine Sorgen: "Als ich 2007 das Schauspielhaus Wien übernahm, dümpelte es auch vor sich hin. Ich will mit dem Theater Basel (...) erstmal eine besondere Note setzen." Dazu gehört etwa auch die Schweizer Erstaufführung der Oper "Licht" von Karlheinz Stockhaus, sein Lieblings-Projekt der Saison. Obwohl sie erst Mitte Juni Premiere hat, gebe es bereits jetzt nur noch wenige Karten, sagt Beck. Fans aus aller Welt hätten sich zugetwittert, dass Basel diese Oper spielt. Sie wird deshalb mit englischen Übertiteln gezeigt.

(SDA)

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