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Forscher entdecken extrem energiereiches Neutrino

Forscher haben ein Neutrino mit der höchsten jemals gemessenen Energie entdeckt. Es ist offensichtlich kosmischen Ursprungs. Die Beobachtung gelang mit dem Neutrino-Detektor IceCube in der Antarktis, an dem auch Genfer Forscher beteiligt sind.

Der Neutrinofänger IceCube befindet sich auf der Amundsen-Scott Südpolstation in der Antarktis. Das überirdische Labor enthält die Computer, auf denen die Daten gesammelt werden, die eigentlichen Detektoren befinden sich bis zu 2500 Meter unter dem Eis. (Bild: Handout)
Der Neutrinofänger IceCube befindet sich auf der Amundsen-Scott Südpolstation in der Antarktis. Das überirdische Labor enthält die Computer, auf denen die Daten gesammelt werden, die eigentlichen Detektoren befinden sich bis zu 2500 Meter unter dem Eis. (Bild: Handout)
Keystone

Neutrinos sind hochenergetische Elementarteilchen, die fast ohne Wechselwirkungen durch sämtliche Materie hindurch sausen können. Sie gelten als "Boten des tiefen Universums", weil sie in Sternen, nahe Schwarzer Löcher oder bei Supernovae, den Explosionen sterbender Sterne, entstehen, wie die Universität Genf am Dienstag mitteilte. Es bilden sich aber auch Neutrinos in der Sonne, oder wenn kosmische Strahlung auf die Erdatmosphäre auftrifft. Die Neutrinos haben keine elektrische Ladung, eine winzige Masse und reagieren nicht auf Magnetfelder. Das macht sie äusserst schwierig einzufangen und zu untersuchen. Der IceCube liegt mehr als 1000 Meter tief unter dem antarktischen Eis und besteht aus 5000 einzelnen optischen Detektoren. Dank ihm konnte das 300-köpfige Forscherteam bereits rund 340'000 Neutrinos analysieren. Doch eines stach aus der Menge: Es hat eine viel höhere Energie als alle anderen, sodass es den IceCube auf seiner ganzen Länge durchquerte. Mit eine Energie von mehreren Petaelektronenvolt (PeV) schlägt es den bisherigen Rekord von 2,2 PeV um Längen. Das Teilchen ist vermutlich kosmischen Ursprungs, was es besonders spannend macht. Über den Fund berichtete das Team um Teresa Montaruli von der Universität Genf am Dienstag an der 34. Internationalen Konferenz zur kosmischen Strahlung in Den Haag (Niederlande).

SDA

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