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Dank Corona«Wir erleben einen Ansturm auf Schwangerschaftstests»

Seit dem Lockdown ist die Nachfrage nach Schwangerschaftstests markant gestiegen. Ein Arzt glaubt an einen Corona-Babyboom ab Ende Jahr.

Ende Jahr könnte es zu einem Geburtenanstieg kommen. (Symbolbild)
Ende Jahr könnte es zu einem Geburtenanstieg kommen. (Symbolbild)
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Daraufhin deuten deutlich mehr verkaufte Schwangerschaftstests seit Beginn der Corona-Krise.
Daraufhin deuten deutlich mehr verkaufte Schwangerschaftstests seit Beginn der Corona-Krise.
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Ob es wirklich zu einem Babyboom kommt, werden die gesamtschweizerischen Geburtszahlen zeigen.
Ob es wirklich zu einem Babyboom kommt, werden die gesamtschweizerischen Geburtszahlen zeigen.
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Mitte März verkündete der Bundesrat im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie die «ausserordentliche Lage», womit das öffentliche Leben massiv eingeschränkt wurde. Man verbrachte fortan mehrheitlich seine Zeit zu Hause. Mit Folgen. Gemäss dem «SonntagsBlick» wurden seit dem Lockdown mehr Schwangerschaftstests verkauft. «Wir erleben seit Ende Februar einen Ansturm auf Schwangerschaftstests», bestätigt Frank Marent, der Geschäftsführer der Online-Apotheke McDrogerie.ch gegenüber der Zeitung. Ähnliches kann auch microspot.ch berichten.

Die Nachfrage stieg ebenfalls in den Coop-Vitality-Apotheken, bei der Migros und der Drogerie Pura Vita. Bei letzterer wurden beispielsweise zwischen Mitte März und Mitte Juli doppelt so viele Tests verkauft als im Vorjahr.

Babyboom ab Ende Jahr?

Einige Frauen scheinen dann auch tatsächlich schwanger geworden sein. «In unseren Sprechstunden spüren wir mit über 30 Prozent mehr Schwangerschaftsbetreuungen eine deutliche Zunahme der Anfrage», heisst es demnach bei der Frauen-Permanence Zürich des Spitals Zollikerberg. Ein Babyboom könne daher nicht ausgeschlossen werden.

Der Chefarzt der Geburtshilfe im Berner Inselspital, Daniel Surbek, ist sich gar sicher, dass ab Ende Jahr deutlich mehr Babys auf die Welt kommen werden. «Wir haben etwa fünf Prozent mehr Schwangere als in anderen Jahren.» Ob es wirklich einen Babyboom gibt, werde jedoch laut der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe erst anhand der gesamtschweizerischen Geburtszahlen festgestellt werden können.