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Kommentar zu Joe BidenSchöne Worte reichen nicht

Obwohl US-Präsident Joe Biden bei jeder Gelegenheit «unity» beschwört, treiben seine ersten Schritte Amerikas Spaltung voran.

Ignoriert die politische Mitte: Präsident Joe Biden am Freitag in Washington.
Ignoriert die politische Mitte: Präsident Joe Biden am Freitag in Washington.
Foto: Keystone

Der neue US-Präsident scheint es wirklich zu meinen, wenn er von Einigkeit spricht. Nicht weniger als achtmal kam in Joe Bidens Inaugurationsrede das Wort «unity» vor. Der leidgeprüfte, altersmild wirkende 78-Jährige beschwörte es wie ein Mantra.

Mit seinem Ruf nach Einigkeit strich Biden Balsam auf Amerikas verwundete Seele. Nach mehr als vier Jahren mit Donald Trump als politischem Zentralgestirn sind die ideologischen Lager einander spinnefeind. Der polternde Egomane und seine hysterischen Widersacher lieferten sich einen gnadenlosen Politkrieg. Oft ging die Vernunft verloren, immer blieb der Grossmut auf der Strecke.

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