Zukunftstag: Reporter-Nachwuchs löchert ZSC-Star Reto Schäppi

Der 28-Jährige ist WM-Silberheld und seit Jahren Leistungsträger beim ZSC. Am Zukunftstag gab der Stürmer unseren Nachwuchsreportern ein persönliches Interview.

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Sind Sie aufgeregt vor einem Spiel und wenn ja, haben Sie einen Trick, um dagegen anzukommen?
Man ist schon ein wenig aufgeregt, aber mit der Erfahrung, die ich habe, und den vielen Spielen, die ich schon bestritten habe, ist es nicht mehr so stark. Ich mache immer ein bisschen die gleichen Rituale vor einem Spiel und dann fühlt man sich wohl und weiss, wenn ich das und das mache, kann ich ein gutes Eishockeyspiel zeigen.

Wann haben Sie begonnen, Eishockey zu spielen und wieso genau Eishockey?
Mit vier Jahren war ich das erste Mal auf dem Eis. Ich wohnte ganz in der Nähe der Eisbahn und meine grosse Schwester machte Eiskunstlauf. Dann war ich auch immer auf der Eisbahn, und so ging es los.

Wann haben Sie realisiert, dass Sie Profi werden können?
Eigentlich erst, als ich den Sprung in die Nationalliga A schaffte. Mit 18 wusste ich, dass ich zu den besten gehöre in meinem Jahrgang, aber, die Gewissheit, dass es wirklich zum Profi reichen kann, hatte ich erst mit 19 oder 20.

Wollten Sie schon immer auf der Centerposition spielen?
Eigentlich schon, aber ich habe auch schon oft als Flügel gespielt und spiele gerne auf beiden Positionen. Selber entschieden habe ich das aber nicht wirklich. Das tun die Trainer, und dann wächst man rein, aber ich fühle mich in dieser Rolle sehr wohl.

«Es ist cool, wenn man die Abwechslung hat.»

Spielen Sie lieber im Club oder in der Nationalmannschaft?
Ich spiele beides gerne. Es ist cool, wenn man die Abwechslung hat. Im Club sieht man immer die gleichen Leute, die Nationalmannschaft bietet etwas Abwechslung. Man kann sich mit anderen Leuten austauschen und das bringt frischen Wind.

Was ist Ihre Lieblingssportart neben Eishockey?
Ich finde Tennis sehr cool.

Wie viele Stöcke brauchen Sie etwa pro Saison?
In etwa 20, würde ich schätzen.

Wann und gegen wen haben Sie Ihr schönstes Tor erzielt?
Das war wohl gegen Cristobal Huet, der damals für Lausanne spielte. Wann es genau war, weiss ich nicht mehr, es dürfte etwa drei Jahre her sein.

Was essen Sie meistens vor einem Spiel?
Meistens Reis, etwas Pasta, Poulet, Lachs und Gemüse.

Wie sehen Sie Ihre Chancen, nächstes Jahr an der Heim-WM für die Nationalmannschaft spielen zu dürfen?
Ich hoffe es. Es wird sehr schwierig, denn wir haben viele junge Talente, aber ich werde mein Bestes geben, damit ich dabei bin.

«Ich stehe meistens so um 7.30 Uhr auf, esse etwas und lese die News.»

Wie sieht ein typischer Morgen bei Ihnen aus?
Ich stehe meistens so um 7.30 Uhr auf, esse etwas und lese die News. Dann gehe ich ins Training, und um 9 Uhr haben wir normalerweise das erste Teammeeting.

Welches war der beste Moment Ihrer Karriere?
Der erste Schweizer Meistertitel, den wir 2012 mit den ZSC Lions in Bern gewannen, war einer der schönsten Momente.

Machen Sie spezielle Sachen vor der Partie?
Ja, ich mache schon ein paar spezielle Sachen. Ich binde zum Beispiel meinen Stock immer gleich ein und laufe immer auf die gleiche Art und Weise ein. So richtig komische Sachen mache ich aber nicht.

Wie finden Sie die Regelung mit den Strafminuten?
Ich finde es generell gut, dass es Strafen gibt. Im Fussball gibt es ja Gelbe und Rote Karten, und dann muss man je nachdem immer mit einem Mann weniger spielen. Das geht im Eishockey nicht gut, deshalb finde ich das mit den 2 Minuten und 10 Minuten eine gute Lösung.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Ich treffe mich gerne mit Kollegen, gehe auch gerne einmal auswärts etwas Feines essen. Und ich mache nebenbei noch ein Wirtschaftsstudium, und das gibt einiges zu tun.

Haben Sie viele Medaillen zuhause?
Ja, ich habe schon einige. Richtige, die zählen, sind es etwa acht, und dann noch viel mehr aus den Juniorenzeiten.

«Letzten Sommer war ich in Afrika und habe dort eine Safari gemacht.»

Wohin gehen Sie, wenn Sie alleine sein wollen?
Ich gehe gerne nach Hause. Ich bin gerne bei mir daheim, auf dem Sofa oder im Bett.

Wohin verreisen Sie gerne in die Ferien?
Letzten Sommer war ich in Afrika und habe dort eine Safari gemacht. Das war etwas vom Schönsten, das ich je gemacht habe.

Könnten Sie sich vorstellen, den Club zu wechseln?
Das wäre schwierig, aber ich könnte es mir schon vorstellen. Wenn mich Zürich behalten will, bleibe ich gerne hier.

Würden Sie gerne in der NHL spielen?
Ja, das ist natürlich schon ein Traum. In meinem Alter ist es aber ganz schwierig, diesen Sprung noch zu schaffen, von daher ist es eher unwahrscheinlich.

«Momentan läuft es wirklich super.»

Wieso läuft es dem ZSC in dieser Saison im Vergleich zur letzten so gut?
Wir haben einen neuen Trainer, ein paar neue Spieler und einen ganz neuen Schwung in der Mannschaft. Es sind viele positive Sachen zusammengekommen und deshalb sind wir in Schwung. Wir haben Selbstvertrauen und so läuft es, und jetzt müssen wir einfach schauen, dass wir dies aufrechterhalten können. Es werden sicher auch wieder schwierigere Zeiten kommen, aber momentan läuft es wirklich super.

Vermittelt Ihnen der neue Trainer auch andere Sachen?
Ja, wir haben ein etwas anderes Spielsystem. Wir spielen etwas aggressiver, generell sind es aber kleine Veränderungen, die grosse Auswirkungen haben.

Können Sie abschliessend noch ein paar generelle Tipps an junge Sportler geben?
Am Wichtigsten ist, dass man Spass hat, an dem, was man macht. Dass man etwas mit seinen Freunden machen kann. Und wenn man in einem Bereich wirklich gut werden will, dann soll man so viel Zeit wie möglich damit verbringen, vom frühen Morgen bis am späten Abend. Dann wird man richtig gut, egal, was es ist.

Die Fragen stellten folgende Tamedia-Nachwuchsreporter: Mia Trunz, Nino Schnellmann, Matti Münger, Emiliano Migliorato, Nicolo Romano, Len Kägi, Philipp Wäfler.


Eisbrecher – der Hockey-Podcast von Tamedia

Die Sendung ist zu hören auf Spotify sowie auf Apple Podcast. Oder direkt hier:

Erstellt: 14.11.2019, 17:25 Uhr

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