Zum Hauptinhalt springen

Ein Bergdorf empfängt eine afghanische Flüchtlingsfamilie

Heute trifft in Schönenberg eine Flüchtlingsfamilie mit zwei Kindern ein. Mit viel Engagement und Herzblut haben ein Gemeinderat und viele Helfer dafür gesorgt, dass sie in eine liebevoll eingerichtete Wohnung einziehen kann.

Im Kinderzimmer stehen zwei Betten, ein Sofa, ein Tisch, Gestelle, und es hat immer noch viel Raum, damit zwei Buben, die heute in Schönenberg ankommen, sich austoben können.
Im Kinderzimmer stehen zwei Betten, ein Sofa, ein Tisch, Gestelle, und es hat immer noch viel Raum, damit zwei Buben, die heute in Schönenberg ankommen, sich austoben können.
David Baer

Auf dem Land halten die Bewohner zusammen und schauen zu­ein­ander. Dieses Klischee ­kommt einem unweigerlich in den Sinn, wenn der Schönenberger FDP-Gemeinderat und Sozialvorsteher ­Ulrich Bauer erzählt, wie er und viele Helfer die Aufnahme der afgha­ni­schen Flüchtlinge vor­bereitet haben. Er packte sel­ber an. Er organisierte die Einrichtung, trans­portierte Möbel und schraubte Gestelle zusammen. So kam er zu seinem Übernamen. «Der Asyl-­Ueli ist wieder am Werk», habe ihn eine Bekannte aus dem Dorf geneckt. Heute kann die Familie mit zwei Buben in ­ eine grosszügige, moderne Dreizimmerwohnung einziehen, in der es an nichts fehlt. Dabei begann das Projekt alles andere als vielversprechend. Anfang November erhielt ­Ulrich Bauer den Auftrag, bis Mitte Januar eine Asylunterkunft bereitzustellen. Er ­habe bei der Wohnungssuche min­des­tens 20 Absagen erhalten, erzählt er. Schliesslich fand er eine Wohnung, die zwar abgelegen liegt. Sie ist dafür grosszügig, hell und modern und hat einen Bal­kon mit Aussicht über die Drumlinlandschaft.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.