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Niederlage für RüschlikonRechtsstreit um Strommasten nach
24 Jahren beendet

Das Bundesgericht hat entschieden, dass Axpo und EWZ ihre Stromleitungen im Längimoos ausbauen dürfen. Den Gnadenstoss gab am Ende eine Formalie.

Mit dem neusten Urteil ist die Hoffnung für die Rüeschliker gestorben, die Stromleitungen im Längimoos unter den Boden zu bekommen.
Mit dem neusten Urteil ist die Hoffnung für die Rüeschliker gestorben, die Stromleitungen im Längimoos unter den Boden zu bekommen.
Foto: Moritz Hager

Wenn ein Streit fast 24 Jahre anhält, dann muss es um Grosses gehen. Im vorliegenden Fall um 55 Meter grosse Strommasten. Seit 1997 wollen Axpo und EWZ die heute 35 Meter hohen Leitungen im Rüeschliker Naherholungsgebiet Längimoos leicht versetzt ausbauen. Seither wehren sich die Gemeinde Rüschlikon sowie der Verein Diakonie Nidelbad, der im Längimoos einen Bauernhof verpachtet, gegen die Ausbaupläne. Nun hat das Bundesgericht ein wegweisendes Urteil zugunsten der Stromanbieter gesprochen.

Während die Konzerne die bestehenden 150-kV-Leitungen zwischen Zürich und dem Unterwerk Samstagern auf 380 Kilovolt erhöhen möchten, will die Gemeinde Rüschlikon die Stromleitungen unter den Boden bringen, um das Landschaftsbild zu schonen. Die Konzerne stellen sich auf den Standpunkt, dass Letzteres unverhältnismässig sei, weil die SBB ihre Leitungen im Längimoos sowieso oberirdisch führen müssen.

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